Babyboom im UKE mit Folgen

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Diese Drillinge erfahren im Universitären Perinatalzentrum die optimale Versorgung. Mutter Tanja D´Heureuse (32) kann jederzeit zu ihren Babys Foto: Hanke

Geburtenrate hat sich seit 2003 vervierfacht. Fünfter Kreißsaal, mehr Zimmer

Eppendorf. Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) kümmert sich noch intensiver als bisher schon um neues Leben. Nachdem sich die Geburten im UKE in den letzten zehn Jahren beinahe vervierfacht haben (von rund 700 im Jahr 2003 auf 2.517 in diesem Jahr), wurde das Universitäre Perinatalzentrum erweitert.
Die Pränatalmedizin verfügt nun über zwei weitere Einzelzimmer. Es wurde ein fünfter Kreißsaal eingerichtet. Die Wochenstation erhielt zwei weitere Familienzimmer, die Neugeborenen-Intensivstation drei weitere Beatmungsplätze. 20 zusätzliche ärztliche und pflegerische Fachkräfte wurden eingestellt. Das Zentrum verfügt damit jetzt über sechs Familienzimmer, vier Einzel- und sechs Doppelzimmer auf der Pränatal-, zwei Einzel- und 15 Doppelzimmer auf der Wochenstation sowie 36 Betten im Bereich Neonatalogie, davon 15 auf der Neugeborenen-Intensivstation. Die Farben der Zimmer, die pro Nacht für zwei Personen 125 Euro kosten - 75 Euro übernehmen bei Versicherung die Krankenkassen -, wurden nach Feng-Shui-Beratung ausgewählt. Alle UKE-Mediziner, die mit Geburten befasst sind, haben hier kurze Wege, um zueinander zu kommen. Kinderherzchirurgen und Kinderchirurgen sind sofort zur Stelle, wenn Komplikationen bei der Geburt auftauchen oder Neugeborene mit Fehlbildungen eine besondere Versorgung erfahren müssen. „Wir halten für normale wie auch für Risiko-Geburten alle Leistungen von der Pränataldiagnostik und -therapie über Geburtshilfe und neonatologische Intensivmedizin bis zur Nachsorge unter einem Dach vor“, erläuterte Professor Dr. Kurt Hecher, der Leiter des neuen Perinatalzentrums und Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, bei der Vorstellung des Zentrums in der vergangenen Woche. Patrice Kaminski (36) und Frank Hartmann (45), die gerade zum ersten Mal Eltern geworden sind, fühlen sich in einem der Familienzimmer pudelwohl. „Wir konnten uns gleich nach der Geburt hier ausruhen. Das war sehr angenehm“, erzählt Patrice Kaminski, die sich sehr darüber gefreut hat, dass ihr Mann rund um die Geburt an ihrer Seite sein konnte. „Das ist wie im Hotel mit Vollverpflegung. Außerdem gibt es hier überall Experten. Man kann sich so richtig fallenlassen“, schwärmt Frank Hartmann.
Kein Wunder, befindet sich das Perinatalzentrum am UKE jetzt sozusagen auf: Level eins. (ch)
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