Baubeginn ab Herbst in Sicht

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Blick vom Osterbekkanal: Der Neubau (l.) verbindet sich mit dem Wohnensemble Großheidestraße (r.) Visualisierung: Otto Wulff/wb

Auf dem Areal der ehemaligen Wäscherei in Winterhude sollen Eigentumswohnungen entstehen

Von Waltraut Haas
Winterhude
Eine idyllische Lage: Schon ab 2013 sollte hier der Bau von 64 neuen Eigentumswohnungen beginnen. Doch immer noch haben die Nachbarn aus dem Ensemble Großheidestraße, Ecke Jarrestraße freie Sicht. Jetzt gibt die Firma Otto Wulff bekannt, dass der Baubeginn voraussichtlich erst im Herbst 2016 starten könne. Denn die Sanierungsarbeiten seien umfangreicher ausgefallen, als ursprünglich geplant, was zu Verzögerungen führte. Auf dem 3.800-Quadratmeter-Grundstück ist ein vier- bis fünfgeschossiges Wohngebäude mit einer Tiefgarage geplant. Man habe auf dem ehemaligen Gelände des Möbelhauses „Die Wäscherei“ bereits mit vorbereitenden Erdarbeiten begonnen und installiere jetzt im Auftrag der Umweltbehörde (BUE) zunächst ein hydraulisches Sicherungskonzept. Denn der weiterhin belastete Untergrund erfordere besondere Maßnahmen. „Wir sorgen für einen sachgemäßen Umgang mit den Altlasten im Untergrund und ermöglichen dadurch die Nutzung der Fläche als attraktiven Wohnraum“, erklärte Andreas Seithe, Geschäftsführer der Otto Wulff Projektentwicklung. Die wesentlichen Arbeiten für das hydraulische Sicherungskonzept würden voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen. Zwischen der aufgefüllten Sandschicht und dem Gebäude werde noch bis Ende 2016 unter anderem eine Wasserzugabe- und eine Drainageschicht sowie eine doppellagige Spezialfolie eingebaut. Das soll dauerhaft sicherstellen, dass Schadstoffe aus tieferen Bodenschichten nicht in das neue Gebäude gelangen.
Altlastensanierung
Mit dem Umzug des Möbelhauses in die City Nord und dem Abriss der alten Wäscherei startete 2012 die wohl umfangreichste Maßnahme zur Altlastensanierung in Hamburg unter Federführung der Umweltbehörde. Der Umweltskandal dauerte über Jahrzehnte: Während des Betriebs einer Chemischen Reinigung (1937-1993) waren erhebliche Mengen an leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) im Boden versickert: PER (Perchlorethen) und TRI (Trichlorethen) verseuchen seitdem Boden und Grundwasser, zudem auch die Schadstoffe Benzol, Tuluol und Xylole.

Seit 2012 wurde das kontaminierte Edreich unter strenger Überwachung bis zu sechs Metern tief ausgehoben und entsorgt. Das belastete Grundwasser muss auch weiterhin in Filteranlagen aufwändig gereinigt werden. Ein BUE-Kataster weist übrigens eine Vielzahl von Flächen aus, deren Böden und Grundwasser noch immer verseucht sind: massive Umweltsünden von ehedem.
u Info: www.hamburg.de/altlastensanierung
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