Beliebt: Jüdische Schule am Rothenbaum

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Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde und Schuldirektor Gerd Gerhard (3.v.l.) weihten zwei Container auf dem Hof der Joseph-Carlebach-Schule als jüdisches Gebäude ein Foto: Hanke

Frühere Talmud-Tora-Schule am Grindelhof setzt auf Container. 2018 ziehen Archiv und Verwaltung um

Von Christian Hanke
Rotherbaum
Die Joseph-Carlebach-Schule hat enormen Zulauf. Die jüdische Grund- und Stadtteilschule im Gebäude der früheren Talmud-Tora-Schule am Grindelhof musste zwei Container mit vier neuen Klassenräumen auf dem Schulhof aufstellen, um die mittlerweile fast 160 Schülerinnen und Schüler, jüdische und nichtjüdische, unterrichten zu können. Doch die Raumnot ist für die Zukunft gebannt, denn der jüdischen Schule wurde nun endlich das benachbarte Gebäude der Universität an der Binderstraße zugesichert, das die Joseph-Carlebach-Schule schon seit fünf Jahren als Erweiterung nutzen möchte. Ab 2018 steht es zur Verfügung. Verwaltung, Archiv und Kita werden dorthin umziehen. Dadurch werden Räume in dem alten Schulgebäude für den Unterricht frei. Bis 2018 reichen die Container erst einmal aus, um der Raumnot Herr zu werden. Sie wurden kürzlich feierlich als jüdisches Gebäude eingeweiht. An jedem Türpfosten eines neuen jüdischen Hauses wird die Mesusa, ein röhrenförmiger Behälter befestigt, der mit Segenssprüchen aus der Tora gefüllt ist. Mitglieder des Vorstands der Jüdischen Gemeinde brachten die Mesusoth (Mehrzahl von Mesusa) an den Türpfosten der Containerräume an, begleitet von einem vielstimmigen „Mazzel tov“ (Viel Glück) der Umstehenden. An der Zeremonie nahm der Staatsrat der Schulbehörde, Dr. Michael Voges, teil. Die Joseph-Carlebach-Schule verfügt jetzt über Klassen bis Jahrgang 10. Kommendes Jahr werden die ersten Schüler den mittleren Schulabschluss absolvieren und 2020 das erste Abitur ablegen können. Dann wird die Vision vom jüdischen Bildungshaus mit dem Gebäudekomplex aus Joseph-Carlebach-Schule und Erweiterung weitgehend verwirklicht sein. Aber es darf weiter geplant werden. Noch fehlt zum Beispiel eine Turnhalle.
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