Beraten und vernetzen

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Dilek Acil koordiniert seit zwei Jahren die Freiwilligen-agentur Nord Foto: Haas

Freiwilligenagentur berät Menschen, die sich engagieren möchten

Hamburg-Nord Immer wieder möchten sich Ehrenamtliche engagieren: Kinder fördern, Alleinerziehende unterstützen, Senioren Gesellschaft leisten oder für Flüchtlinge Freizeit- und Bildungsprogramme gestalten helfen. Die Frage ist nur: Wo können Ehrenamtliche sinnvoll tätig werden? Die vor zwei Jahren eingerichtete Freiwilligenagentur Nord am Alsterdorfer Markt 18 hilft weiter.
„Wir sind eine Anlaufstelle für interessierte Menschen. In unseren Beratungsgesprächen geht es zunächst um persönliche Neigungen und Interessen, dazu bieten wir Entscheidungshilfen“, erklärt Dilek Acil. Das dafür erforderliche Handwerkszeug hat die Leiterin der Agentur durch ihre frühere Mitarbeit in Integrationsprojekten bei der Körber-Stiftung erworben – schon während ihres Orientalistik-Studiums an der Uni Hamburg. Unterstützt wird sie von Karin Plett und Peter Richter. Zudem stehen ehrenamtliche Seniortrainer mit Rat und Tat zur Verfügung.

Mehr Frauen als Männer


Die Freiwilligenagentur Nord werde gut angenommen. Ganz unterschiedliche Menschen suchen hier Rat: „Unter ihnen deutlich mehr Frauen. Dafür engagieren sich Männer eher im Sportverein oder in der Freiwilligen Feuerwehr.“ Alle Altersgruppen machen mit: Studierende, die Praxis schnuppern wollen und sich über einen Nachweis für ihren Lebenslauf freuen. Berufstätige auf der Suche nach einer erfüllenden Tätigkeit, die ihnen Freude und Zufriedenheit vermittelt oder Senioren nach dem Beruf.
„Das Engagement ist kein purer Altruismus, denn man bekommt so viel zurück“, betont Dilek Acil. Wichtig seien den Freiwilligen auch Projekte in der Nähe ihrer Wohnung. Das schafft kurze Wege, zudem bekommt Nachbarschaft eine neue Bedeutung.
Rund 120 Freiwillige werden jählich am Alsterdorfer Markt beraten. Dazu kommen ausführliche Beratungen von gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen. Sie stehen gerade für die Versicherung der Freiwilligen und die Erstattung ihrer Unkosten. Ob Kitas, Kirchengemeinden, Behinderten- oder Senioreneinrichtungen: Sie alle brauchen die Unterstützung von Freiwilligen.

Hilfe für Flüchtlinge


Auch in der Flüchtlingshilfe sind sie zunehmend gefragt. „Wer immer sich an einem bis zwei Tage pro Woche engagieren möchte, den erwartet ein breites Angebot. Die Mitarbeit ist zusätzlich, reguläre Arbeitsplätze werden deswegen keinesfalls überflüssig“, so Dilek Acil. Zudem setzt sie sich dafür ein, dass die Arbeit der Freiwilligen auch gewürdigt wird. „Wir müssen noch eine größere Anerkennungskultur entwickeln“, stellt sie fest. Denn wer sich engagiert, schätzt auch den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Also seien regelmäßige Treffen angesagt. Ebenso sollten Fortbildungen angeboten werden. Je länger Dilek Acil sich hauptamtlich mit der Koordination der Freiwilligenarbeit befasst, desto mehr Bedarfe erkennt sie. Die Freiwilligenagentur Nord wird in Kooperation von 13 Trägern unter Federführung der Sozialbehörde betrieben. (wh)

Infos unter www.freiwilligenagentur-nord.de. Wer eine persönliche Beratung wünscht, vereinbart einen Termin unter 5077-5201
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