Bereit für die Bühne

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Die Tanzgruppe mit Trainer Mario Treichel (31, re.) übt fleißig für die große Aufführung Foto: wb

Proben für das Inklusions-Musical „Grand Hotel Vega$“ laufen

Winterhude/City Nord Es ist fast unmöglich, zu den Klängen von „Footloose“ still zu stehen. Der musikalische Funke springt auch auf die Teenager mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen über, die in der Tanzschule „Die 2“ für ein inklusives Musical proben.
„Grand Hotel Vega$“ ist das fünfte Inklusions-Musical, das die Osnabrücker Patsy und Michael Hull Foundation mit behinderten und nicht-behinderten Darstellern auf die Bühne bringt. Und das erste, das bundesweit auf Tournee gehen wird.
Am 13. November ist „Grand Hotel Vega$“ auf Kampnagel zu sehen. Bis dahin muss noch viel geprobt werden. Die Tanzschule in der City Nord von Thomas Trätow bietet seit mehr als 30 Jahren Tanzkurse für Menschen mit Handicap und den Jugend-Spezialclub an. Die Teilnehmer des Spezialclubs waren sofort Feuer und Flamme, bei dem Musical mitzuwirken und studieren nun die von der Hull Foundation vorgegebene Choreografie ein.

Wenn Mario der Boss ist


Nach einem Warm-up mit Tanzlehrer Mario Treichel (31), von seinen Schülern liebevoll „Mario-Boss“ genannt, schallt Kenny Loggins Hit und Titelsong des gleichnamigen Films „Footloose“ durch den Raum. Vor dem großen Spiegel tanzt die Gruppe klassische Jazz-Dance-Schritte wie Grapevines, Twister oder Jazz Box.
„Tanzen ist mein Hobby, ich mache gern bei dem Tanzkurs mit. Auch mit den anderen Kindern macht das Spaß“, strahlt die 15-jährige Mia. „Ich tanze auch gern Salsa und Hip Hop und mag jede Musik.“
Im November stehen Mia und ihre Mittänzer mit dem Stamm-Ensemble der Hull Foundation auf der Kampnagel-Bühne und entführen die Zuschauer in das glamouröse „Grand Hotel Vega$“ mit seinen exzentrischen Gästen, Stars und Sternchen, Lovestories und Eifersuchtsdramen. Das Selbstbewusstsein, das die Teilnehmer mit Handicap mit dem Bühnenprojekt entwickeln, soll ihnen auch im Arbeitsleben helfen, so die Idee der Initiatoren Patsy und Michael Hull, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.

Ein Projekt mit 1.000 Tänzern


Begleitend zu den Aufführungen, die in zehn deutschen Städten 1.000 Tänzer auf die Bühne bringen, sind deshalb Job-Messen geplant. Weitere Informationen zu dem inklusiven Projekt gibt es unter www.pm-foundation.de. (flü)
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