Bessere Wege für Radler

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Bis Oktober wird im Verlauf der Bebelallee gebaut: An dieser Kreuzung müssen drei Roteichen weichen, damit die Sicherheit für die Radfahrer gesteigert werden kannFotos: Kuchenbecker/wb

Projekt in der Bebelallee kostet über zwei Millionen Euro

Von Nicole Kuchenbecker
Alsterdorf. Damit die Radfahrwege entlang der Bebelallee sicherer werden, müssen drei Rot
-eichen weichen. Ab dieser Woche beginnen die umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich Bebelallee/Wilhelm-Metzger-Straße zum Wohle der Fahrradfahrer mit der Fällung der Bäume.
Bis Oktober sollen die Bauarbeiten andauern. Die Gesamtkosten für das Erneuerungs-Projekt zwischen Deelböge und Heilholtkamp belaufen sich auf rund 2.030.000 Euro. Im Kreuzungsbereich Bebelallee/Wilhelm-Metzger-Straße entstehen neue Fahrradwege, die das Radeln sicherer machen werden. Die jetzigen Fahrwege auf beiden Seiten der Bebelallee sind mit nur 80 Zentimetern zu schmal. Sie verlaufen zu dicht an der Fahrbahn und den parkenden Autos entlang und sind zudem in einem sehr schlechten Zustand.
„Die Radwege sind mit unterschiedlichen Materialien wie Asphalt, Pflaster und Grand befestigt, welche überwiegend erneuerungsbedürftig sind“, sagt Katja Glahn, Sprecherin im Bezirksamt-Nord. Dabei spiele der Druck der Wurzeln des mächtigen Baumbestandes mittlerweile eine wesentliche Rolle, weshalb für den überwiegenden Teil der Radwege keine Benutzungspflicht bestehe, so die Sprecherin weiter.
Geplant ist der Bau von sogenannten Radfahrstreifen. Glahn: „Diese ermöglichen mit ihrer Breite, ihrem Ausbauzustand und ihrer Führung einen hohen Fahrkomfort und verbessern dabei die Sicht der motorisierten Verkehrsteilnehmer auf die Radfahrer, besonders an Kreuzungen und Zufahrten. Diese sind bei Radwegen der häufigste Unfallort.“ Radler können zukünftig an wartenden Autos wie bei der Ampel Wilhelm-Metzger-Straße bequem vorbeifahren. „Dies ist für die Verkehrssicherheit von großer Bedeutung, da sie so aus dem „Toten Winkel“ der Autofahrer heraus in deren Blickfeld vorfahren können“, sagt die Sprecherin weiter. Die Bedenken der Radfahrer, sie würden auf der Fahrbahn einer größeren Gefährdung durch den vorbeifahrenden Autoverkehr ausgesetzt, kann Glahn nicht bestätigen. Glahn: „Die Radfahrer fühlen sich wider Erwarten und nach anfänglicher Skepsis auf den Radfahrstreifen keineswegs unsicherer als auf von der Fahrbahn räumlich getrennten, baulich angelegten Radwegen.“ Und zwei positive Nebeneffekte bringt die Baumaßnahme noch mit sich: Durch die Radfahrer auf der Fahrbahn erhofft man sich zum einen ein allgemein niedrigeres Geschwindigkeitsniveau und zum anderen wird die Veloroute 4 ausgeweitet. Derzeit verläuft sie von der Hudtwalckerstraße bis zur Wilhelm-Metzger-Straße in der Bebelallee und von dort über die Rathenaustraße bis zur Hindenburgstraße. Zukünftig soll die Veloroute auf der gesamten Länge der Bebelallee verlaufen. Jetzt müssen erst einmal drei Roteichen gefällt werden, damit das Projekt beginnen kann. Ersatzpflanzungen sind innerhalb des Baubereiches aber vorgesehen. (wb)
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