Bethanien-Höfe eröffnet

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Weiße Fassaden und dunkler Backstein ergänzen sich im wie ein moderner Klosterhof gestalteten mittleren Hof der Bethanien-Höfe Foto: Hanke

35-Millionen-Euro-Projekt schafft Wohnraum für 200 Menschen

Von Christian Hanke
Eppendorf
Das größte und ungewöhnlichste Neubauprojekt in Eppendorf seit langer Zeit wurde jetzt mit einem großen Einweihungsfest eröffnet: die Bethanien-Höfe auf dem Gelände der früheren Schwesternheime Bethanien zwischen Martini-, Fricke- und Tarpenbekstraße.
Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Gelände ist um drei Höfe herumgruppiert ein ensemble entstanden: ein neues Mutterhaus für die Bethanien-Diakonissen mit Kirchsaal, ein Gemeindehaus der evangelisch-methodistischen Gemeinde, 68 barrierefreie Wohnungen für Betreutes Wohnen, ein Pflegeheim für Wohngruppen, ein öffentlich zugängliches Restaurant und Gewerbeflächen für Büros oder Praxen. Die 68 Wohnungen weisen zwei bis drei Zimmer in Größen von 53 bis 81 Quadratmetern, Parkettböden, Fußbodenheizung, eine Einbauküche und Balkon oder Terrasse auf. Zum Betreuten Wohnen gehören außerdem ein Clubraum, ein Wellnessbereich mit Sauna und Schwimmbad sowie eine ganztägig besetzte Rezeption.

Raum für 200 Bewohner


Der weitgehend aus dunklem Backstein bestehende Neubaukomplex, der im Innenbereich auch weiß verputzte Fassaden aufweist, schafft Wohnraum für über 200 Menschen. Er hat rund 35 Millionen Euro gekostet. Der mittlere größte Hof ist in Anlehnung an Klosterbauten von Gebäuden und einem überdachten Gang umgeben. In der Mitte Blumen und Begrünung. „Die Grundidee war die eines Stadtklosters mit der Symbolik von Ruhe und einer Oase im Trubel der Stadt. Die Höfe sollen sowohl für Geborgenheit als auch für Begegnungen sorgen“, erzählt Architekt Ekkehard Voß, der die intensive Zusammenarbeit mit dem Verein MartiniErLeben bei der Planung lobend hervorhebt.
Eine „beziehungsreiche vertrauensvolle Autonomie“ wolle man den Bewohnern bieten, sagte Dr. Lothar Elsner, der theologische Vorstand der Bethanien Diakonissen-Stiftung, die die Bethanien Höfe gemeinsam mit der Agaplesion Bethanien Diakonie gemeinnützige GmbH gebaut hat. Die Diakonissen Stiftung wurde 1998 aus dem 1874 gegründeten Diakoniewerk Bethanien e.V. heraus gegründet. Sie ist Hauptaktionärin der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Agaplesion.
Die Agaplesion Bethanien Diakonie betreibt zehn Einrichtungen in der Betreuung und Unterbringung für ältere Menschen sowie für pflegebedürftge und chronisch psychisch kranke Menschen in ganz Deutschland. Das Unternehmen hat auch die Trägerschaft für die Bethanien-Höfe übernommen.
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