„Blaualgenblüte“ in der Alster Hamburg

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Grüne „Teppiche“ von Cyanobakterien schädigen auch Teichrosen: hier im Barmbeker Stichkanal Foto: Haas

Giftige Cyanobakterien töten Wasservögel. Schwanenvater Olaf Nieß ist auf Gewässerstreife

Eppendorf/Winterhude Weder sind sie Algen noch können sie blühen: Die sogenannte „Blaualgenblüte“ lösen Cyanobakterien aus, die sich bei sommerlicher Hitze rasant vermehren. Ihre giftgrünen Schlieren zeigten sich in den vergangenen Wochen vermehrt an Alster, Osterbek, Goldbek und den sie umgebenden Fleeten.
Schwanenvater Olaf Nieß und sein junger Helfer im freiwilligen ökologischen Jahr (FöJ) fuhren deshalb zweimal täglich auf Gewässerstreife, um die Opfer der Giftschlieren zu bergen. „Bis jetzt starben 20 Wasservögel: Haubentaucher, Enten, Gänse, darunter auch sechs Jungschwäne“, registrierte Olaf Nieß. Zunächst noch lebende Tiere konnten trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht gerettet werden. Etliche Vögel, die eine Aufnahme der Giftbakterien überleben, würden weiter unter Folgeschäden leiden. Vermutlich seien die „Blaualgen“ für die Wasservögel bei der Aufnahme geschmacksneutral. Wasservögel sind Opfer, nicht Verursacher der giftgrünen Wasserpest. Noch immer kursiert die irrige Behauptung, sie sei der Fütterung von Enten und Schwänen geschuldet. „Die Cyanobakterien gedeihen durch eine Summe von Ursachen: Bei besonders niederem Wasserstand und geringer Fließgeschwindigkeit vermehren sie sich rasant, etwa im Faulschlamm von altem Laub im Gewässersediment, das durch konstant hohe Einträge von Phosphaten und Nitraten belastet ist“, stellt der Schwanenvater klar. (wh)
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