Borsteler Chaussee: Zu kurze Grünphase

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Sie haben keine Chance bei Grün die andere Straßenseite der viel befahrenen Borsteler Chaussee zu erreichen: Behinderte aus den Einrichtungen des BHH Sozialkontors am Klotzenmoor Foto: Hanke

Für Behinderte ist die Überquerung schwierig

Groß Borstel Die Zeit reicht einfach nicht für ältere und behinderte Menschen oder Mütter mit Kinderwagen, um an der Kreuzung Borsteler Chaussee/Brödermannsweg/Köppenstraße über Groß Borstels Hauptstraße zu kommen. Neun Sekunden Grünphase der dortigen Ampel zeigt die Stoppuhr vor Ort an. Sechs sind es nach den Angaben von Betreuern von behinderten Bewohnerinnen und Bewohnern der Häuser Klotzenmoor und Beerboom des BHH Sozialkontors am Klotzenmoor. Die können in der Grünphase nicht über die Borsteler Chaussee kommen, um im Ortskern von Groß Borstel einzukaufen oder die Sparkasse aufzusuchen. Ebensowenig wie viele ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen. Dieser Missstand fiel Wolfgang Jäger, engagierter Bürger aus Groß Borstel, kürzlich auf: „Erst heute habe ich wieder beobachtet, wie ein älterer Herr nur mit Hilfe fremder Dritter, die den Verkehr auf der Borsteler Chaussee für ihn anhielten, die Ampel noch überqueren konnte.“ Jäger wandte sich an die Kommunalpolitik und hatte prompt Erfolg. Dem Regionalausschuss Langenhorn/Fuhlsbüttel/Groß Borstel/Alsterdorf liegt nun ein interfraktioneller Antrag fast aller in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord vertretenden Parteien (bis auf AfD) vor, in dem gefordert wird, die Grünphasen für die Überquerung der Borsteler Chaussee an der Kreuzung mit Bördermannsweg und Köppenstraße „deutlich zu verlängern“ und im Klotzenmoor im Bereich der dort gelegenen Einrichtungen für Behinderte eine 30-km/h-Zone zu beschließen. Auch dies eine Anregung von Wolfgang Jäger, der sich an der besagten Ampel auch eine Tastung für gehbehinderte Menschen vorstellen kann, die eine längere Überquerungsdauer garantiert. „In anderen Städten ist dies an ähnlichen Orten durchaus Standard“, weiß Jäger. Der Antrag konnte aus Zeitgründen in der letztenSitzung des Regionalausschusses nicht mehr behandelt werden. Das Thema ist vertagt in die nächste Sitzung am 4. April. (ch)
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