Brache an Meenkwiese Spekulationsobjekt?

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Martin Bill vor der Brache an der Meenkwiese. In der Hand den Bebauungsplan, der seit 1980 dort Wohnungen ermöglicht Foto: Reiffert/wb

Seit 2004 ist Fläche frei für Wohnungsbau. Spielt Eigentümer auf Zeit, um mehr Einheiten bauen zu dürfen?

Eppendorf Viele Eppendorfer kennen sie und fragen sich, was es damit wohl auf sich hat: Die Brachfläche an der Meenkwiese Ecke Salomon-Heine-Weg. Sie wird wohl auch in diesem Jahr nicht bebaut werden. Dies ergab eine kleine Anfrage des Eppendorfer Bürgerschaftsabgeordneten Martin Bill von den Grünen. Für das Grundstück existiert seit 1980 ein Bebauungsplan, der viergeschossige Wohngebäude und einen Fußweg entlang der Alster vorsieht. Doch passiert ist bisher nichts. Die Fläche an der Meenkwiese ist Teil des Wohnungsbauprogramms des Bezirks Hamburg-Nord. Geplant waren bisher 80 Wohnungen, ein aktueller Bauantrag sieht nunmehr 91 Wohnungen vor. Das Bezirksamt Hamburg-Nord bezeichnet die aktuelle Situation schon lange als „städtebaulichen Missstand“. Bereits im Jahr 2004 beantragte der Grundstückseigentümer einen Bauvorbescheid. 2012 wurde dann auch eine Baugenehmigung beantragt. Doch Grünen-Politiker Bill hat nun herausgefunden, dass die dazugehörigen Bauunterlagen immer noch nicht vollständig sind – die Frist für ein Nachreichen läuft nun noch bis zum 30. Juni 2015. Erst danach kann eine Baugenehmigung erteilt werden.

Vorbescheid liegt vor


„Das einzige, was auf dem Grundstück passiert, ist, dass gelegentlich das Gebüsch gerodet wird“, moniert Bürgerschaftsabgeordneter Martin Bill. „Dabei ist dieses Grundstück mit der U-Bahnstation um die Ecke bestens für neue Wohnungen geeignet. Seit 1980 sind dort Wohnungen geplant, einen Vorbescheid gibt es seit 2004 – also seit über 10 Jahren! Eigentümer und Bezirk diskutieren nun schon drei Jahre lang über die konkrete Baugenehmigung – das kann doch nicht sein!“
Bill hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder nachgehakt und drängt darauf, dass hier endlich gebaut wird. „Alle reden vom Wohnungsbau. An anderen Stellen werden auch noch kleinste Flächen bebaut und hier bleibt ein zentrales Grundstück einfach ungenutzt! Ich frage mich – spielt der Eigentümer bewusst auf Zeit, um mehr oder anders bauen zu dürfen?“, fragt Bill. (wb)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 15.02.2015 | 11:18  
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