Brücke liegt - Verkehr steht

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Imposantes Schauspiel: Am Sonnabend wurden die neuen, 75 Tonnen schweren Brückenteile eingebaut. Foto: Hochbahn

Restlos freie Fahrt auf der Sierichstraße erst Ende August

Von Waltraut Haas
Winterhude. Nach dem erfolgreichen Einbau der neuen U-Bahn-Brücke an der Saarlandstraße folgte am vergangenen Wochenende ein weiterer spektakulärer Höhepunkt, der eine letzte Vollsperrung erforderte: Die U-Bahn-Brücke über die Sierichstraße wurde mithilfe eines Telekrans eingehoben.
Zwei neue, jeweils 75 Tonnen schwere Stahlkonstruktionen von 25 Metern Länge überspannen jetzt die Sierichstraße. Ein 600 Tonnen schwerer Telekran mit 165 Tonnen Ballast hob die Brücken an ihren Bestimmungsort.
Bei Superwetter verlief alles nach Plan, viele Familien mit Kindern verfolgten das Schauspiel an der Baustelle. Damit seien die Bauarbeiten der Hamburger Hochbahn am „Projekt Winterhuder Brücken“ um einen entscheidenden Schritt weitergekommen, teilte Hochbahnsprecherin Maja Weihgold mit. Bis zum voraussichtlichen Abschluss der Bauarbeiten am 28. August müsse der Autoverkehr unter der Brücke jedoch weiterhin auf eine Fahrspur verengt werden. In Winterhude wurden zum Teil 100 Jahre alte Brücken ersetzt, der U3-Streckenabschnitt zwischen Kellinghusenstraße und Barmbeker Bahnhof wird noch bis zum 28. August durch einen Ersatzverkehr mit Bussen angefahren. Das bedeutet: weiterhin große Abhängigkeit von der Verkehrslage. Insbesondere während der Stoßzeiten im Berufsverkehr verlängert sich die Fahrtzeit der Busse hier auf rund 20 Minuten.
Wie ausführlich berichtet, herrschte in den letzten Wochen rund um die nördliche Sierichstraße ein wahres Verkehrschaos: Seitenstraßen waren mit dem Berufsverkehr überlastet, die Nerven der Anwohner und Autofahrer lagen blank. Grund waren gleich mehrere Baustellen. Nachdem die Bauarbeiten im Bereich der Goldbekbrücke sowie zusätzlich anberaumte Asphaltierungsarbeiten unter der Obhut des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) schon abgeschlossen sind, können alle nach dem Brückeneinhub wieder aufatmen: Zwar ist die Engführung auf eine Fahrspur unter der U-Bahnbrücke noch ein Nadelöhr. Aber bald herrscht auf „Europas einziger Richtungsstraße“ wieder freie Fahrt. „Hoffentlich nicht mehr so rasant wie beim früheren Normalbetrieb!“ wünschen sich viele Passanten, die bei dem forschen Tempo mancher Autofahrer zurecht um die Sicherheit ihrer Kinder fürchten. (wh)
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