Brücken: Abriss und Neubau

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Die Fußgängerbrücke im Hayns Park muss nach 30 Jahren einem Neubau weichen Foto: flü

Im Hayns Park und weiteren Ecken in Nord gibt’s Neues

Bezirk Nord Von Hamburgs 2.500 Brücken sind 226 in keinem guten Zustand. Das ergab eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Bezirk Nord. Laut Auskunft der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) sind davon 21 im Bezirk Nord sanierungsbedürftig. Der Zustand von insgesamt 41 Brücken erfordert Sanierungsmaßnahmen in den kommenden zehn Jahren.
Die Grillparzerbrücke auf der Uhlenhorst, die Fußgängerbrücke im Hayns Park und die Hohenfelder Brücken werden abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, die Hohenfelder Brücken erhalten derzeit ein Provisorium. Neue Brücken würden im Zuge der Straßenraumumgestaltung der Hohenfelder Bucht gebaut, heißt es seitens der BWVI. Die 120 Jahre alte Grillparzerbrücke weist Korrosionsschäden auf und wird ab Sommer 2016 durch einen denkmalgerechten, etwa eine Million Euro teuren Neubau ersetzt. Die hölzerne Fußgängerbrücke im Hayns Park, Baujahr 1984, weist Risse und Pilzbefall auf und erhält 2017 ebenfalls für rund eine Million Euro einen Ersatz.
Die Baumaßnahmen für die Hohenfelder Brücken mit Schäden an den Spannstählen werden sich laut Verkehrsbehörde auf ungefähr 2,3 Millionen Euro belaufen, ein Beginn der Baumaßnahmen sei derzeit nicht absehbar. „Die Brücken unserer Stadt sind ein wichtiger Teil unserer Infrastruktur und eine wichtige Grundlage für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Hamburg. An der Leistungsfähigkeit unserer Brücken darf auf keinen Fall gespart werden. Anstatt viele Millionen Euro für ein unsinniges Busbeschleunigungsprogramm oder die Fahrradstraße am Harvestehuder Weg auszugeben, sollte der rot-grüne Senat das Geld lieber in die Sanierung der zahlreichen maroden Brücken in Hamburg stecken“, fordert Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Nord.
„Das vorhandene Schadensbild beeinträchtigt die Dauerhaftigkeit in schwerwiegender Weise, die Verkehrssicherheit ist noch nicht stark beeinträchtigt“, so BWVI-Pressesprecherin Susanne Meinecke. „Bei den drei Brücken wurde jeweils auf Basis des vorhandenen Schadensbildes unter Berücksichtigung des Bauwerkalters entschieden, dass der Abriss und Neubau die wirtschaftlichste Lösung ist.“ (flü)
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Michael Kahnt aus Barmbek | 07.10.2015 | 08:50  
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