Bubble Ball Soccer begeistert Hamburger

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In den aufgeblasenen Bällen kugeln die Spieler unkontrolliert umher, das trainiert Kondition und Muskulatur Foto: sos
 
Delf Deicke (r.) und Lena Alfke vermieten die Bubble-Bälle für beispielsweise Junggesellenabschiede, Privat- oder Firmenfeiern Foto: sos

Der neue Trendsport ist ein amüsanter Mix aus Fußball und menschlichem Pingpong. Gespielt wird im Stadtpark

Hamburg-Winterhude Katharina Filter kugelt sich vor Lachen. Soeben hat sie ein Tor geschossen, jetzt liegt die 18-Jährige wie ein Maikäfer auf dem Rücken, die Beine hoch in die Luft gestreckt kullert sie unkontrolliert über das Spielfeld im Stadtpark Hamburg. Ihr Körper ist in einem dicken, luftgepolsterten Kunststoffball gefangen. Wie ein Airbag umschließt er sie bis zu den Haarspitzen und schützt sie sicher vor Aufprällen. „Es ist total schwer hier drinnen, den Fußball zu sehen“, ruft sie, kichert, kommt wieder auf die Beine – kurz zumindest, dann prallt sie erneut frontal mit einer Mitspielerin zusammen und fällt rückwärts um. „Es ist klasse, dass man sich gegenseitig umwerfen kann. Das macht total viel Spaß.“ Mit ihrer Mannschaft vom Handball-Juniorenteam Buxtehude testet die junge Sportlerin ein paar Stunden lang Bubble Ball Soccer. Gespielt wird nach den klassischen Fußballregeln auf zwei Tore. Zu Spielbeginn liegt der Ball in der Feldmitte, alle rennen drauflos und räumen sich den Weg frei, indem sie einander umschubsen. Das macht den meisten Spaß – und kostet Kraft: Keine halbe Stunde ist vergangen, da sind alle klitschnass durchgeschwitzt. „Das ist ein krasses Workout, bei dem selbst Profisportler und Ausdauer-Talente nach fünf Minuten schweißgebadet sind. Und es ist auch ein taktisches Spiel, weil man den Weg zum Tor möglichst effizient freirollen muss“, weiß Delf Deicke. Vor zwei Jahren holte der Hamburger TV-Reporter und Zauberkünstler den ursprünglich aus Skandinavien stammenden Vollkontakt-Fußball erstmals nach Norddeutschland. Nebenberuflich vermietet er die Bubble Balls mittlerweile auch in anderen Städten und veranstaltet erfolgreich kleine Events für Junggesellenabschiede, Sportmannschaften oder für private sowie berufliche Feste. Bei schlechtem Wetter oder im Winter wird in einer Halle in der Innenstadt rumgekugelt. „Bei diesem Sport hat man endlich mal eine gute Ausrede, den Chef umzuhauen“, sagt Projektmanagerin Lena Alfke und macht einen Schritt zurück, als ihr ein Mädchen mit Karacho entgegenkugelt. Wettrollen ist angesagt. Wer am Schnellsten die Wiese überquert, hat gewonnen. Oder doch nicht? „Mir ist schlecht“, jault die Siegerin im Ziel. Sie hat wohl einen Drehwurm, was zur Belustigung ihrer Spielkolleginnen beiträgt. Regeln gibt es beim Bubble Ball Soccer nur eine: Nicht mit dem Ball vor das Tor setzen, so wie es Kinder gern mal tun. Ab 1,50 Meter kann eigentlich jeder mitmachen, „auch Senioren, da es durch die Ganzkörper-Airbags kaum Verletzungsgefahren gibt, man ist ja gut gepolstert“, betont Delf Deicke. Mittlerweile hat er mehrere Spielvarianten entwickelt. Zum Beispiel „Bubble Bulldog“, das ähnlich abläuft wie das Fang-Spiel „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“. Oder „Last man standing“: Der Letzte der stehenbleibt, hat gewonnen. In Zukunft wollen die Spielemacher auch den Online-Freizeitportal-Markt überrollen. Wer Laune, Muskeln und Kondition trainieren will, kann sich zum Beispiel auf der Plattform „Actify“ mit kleinen und größeren Teams für Bubble Ball Soccer-Events anmelden. (sos)

Bubble Ball Soccer ausprobieren? Weitere Infos: bigballssoccer.de/hamburg oder 01590/368 27 42
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