Bürgerwünsche nach Prüfung abgelehnt

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Die Kreuzung Leinpfad/Goerne-, Klärchenstraße wird im Zuge der Fahrradstraße Leinpfad aufgepflastert. Hier kreuzen sich die Velorouten 4 und 13 Foto: Hanke

Nach Prüfung der Behörde: Umbau Leinpfad im Spätsommer

Winterhude Der Leinpfad wird so in eine Fahrradstraße umgewandelt, wie kürzlich auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt. Anregungen aus Bevölkerung und Bezirkspolitik wurden jetzt nach Prüfung mit zuständigen Stellen zurückgewiesen. Außerdem führte das Bezirksamt einige Punkte genauer aus, die für Diskussionsstoff (Verlust von 75 Parkplätzen) gesorgt hatten. Eine Einbahnstraße wird zwischen Hudtwalcker- und Goernestraße nicht eingerichtet. Als Gründe nannte das Bezirksamt: die großen Umwege, die einige Anwohner in Kauf nehmen müssten, zusätzlich die längeren Wegstrecken, die durch den wechselnden Richtungsverkehr der Sierichstraße hervorgerufen werden, Verlagerung von Verkehr in umliegende Straßenzüge und eine erhöhte Geschwindigkeit im Leinpfad. Der Knoten Hudtwalckerstraße/Leinpfad und Winterhuder Kai wird nicht umgebaut, weil es zu langwierig und kompliziert wäre – der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer müsste zum Beispiel miteinbezogen werden – und weil der Abschnitt der Hudtwalckerstraße zwischen Leinpfad und Bebelallee ohnehin überplant werden soll. So genannte Aufpflasterungen (Anhebung der Fahrbahn auf Gehwegniveau) an der Kreuzung Goernestraße sind geplant, um die Bevorrechtigung der Veloroute 4 zur Route 13 zu unterstreichen. Auf der Ostseite des Leinpfads werden die Gehwege nur teilweise instandgesetzt, da sich hier auch öffentlich genutzte Privatflächen befinden. Die CDU fordert Gespräche mit den Eigentümern dieser Flächen, um eine komplette Instandsetzung des Gehweges zu erreichen. Das Bezirksamt wird sich darum bemühen. Eine Erweiterung der StadtRadstation an der Ecke Leinpfad/Fernsicht plant die zuständige Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nicht. Weitere Fahrradbügel soll es am Leinpfad geben, „soweit geeignete Flächen zur Verfügung stehen“. Ein weitere Querungshilfe über die Maria-Louisen-Straße kann nicht gebaut werden, weil größere Fahrzeuge sonst nicht über die überfahrbare Mittelinsel aus, beziehungsweise in den Leinpfad kommen. Die beiden geplanten Inseln sollen Radfahrern außerdem Schutz bei der Querung der Hauptstraße bieten. Eine Fahrbahnbreite von 4,50 Meter sehen die Planer des Bezirksamtes für den Leinpfad als ausreichend an. „An Müllfahrzeugen kommt man gut vorbei“, erläuterte Egbert Willing, Leiter des Management des öffentlichen Raumes im Bezirksamt Hamburg-Nord. Es wird in den Bereichen ohne die neuen Parkbuchten Ausweichstellen von sechs Metern Breite geben. Die Aufpflasterungen an den Kreuzungen erhalten Bordkanten. Kosten soll das Ganze 1,4 Millionen Euro. Als Baubeginn ist jetzt der Spätsommer 2016 angepeilt. (ch)
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