Champagner vom Himmel

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Grundsteinlegung: Pastor Jürgensen (Mitte) greift zur Kelle unter dem prüfenden Blick von Architektin Almut Felsenstein und von Handwerkern. Foto: Haas

Grundsteinlegung in der Kirchengemeinde St. Peter

Von Waltraut Haas
Groß Borstel. Das fing ja gut an: Es begann zu nieseln, als sich die Gemeinde auf der Baustelle versammelte. Die Glocken von St. Peter läuteten zur feierlichen Grundsteinlegung des neuen Gemeindehauses am vergangenen Freitag. Doch Pastor Jens-Uwe Jürgensen behielt seinen Humor: „Der Champagner kommt jetzt schon vom Himmel.“ So leitete er die Begrüßung der Festgäste ein und dankte der Gemeinde für ihren Einsatz sowie den „drei Damen von der Baustelle“ für ihre Tatkraft: die Architektinnen Susanne Backhaus und Meike Schultz unter Federführung von Almut Felsenstein. Die wünschten der Gemeinde angesichts des schon fortgeschrittenen Baus zur „Mehr-Steinlegung noch viel Geduld, gute Nerven und zugleich Freude beim Zusehen, wie das neue Gemeindehaus entsteht.“
Hindernisse
Probst Dr. Johann Hinrich Claussen vom Kirchenkreis Hamburg-Ost erinnerte an den langen Weg, der nach über acht Jahren jetzt endlich zu dieser Feier geführt habe. „Die St. Peter Gemeinde hatte manches Hindernis zu bewältigen: einen Generationswechsel im Kirchenvorstand und einen neuen Pastoren.“ sagte Dr. Claussen, der humorvoll die Umstände würdigte, unter denen das Bauprojekt endlich beginnen konnte. Mit enem Blick zum Himmel und auf die Regenschirme endete der Probst unter großem Beifall: „Jetzt bin ich zuversichtlich, dass dieses Haus bald auch ein Dach bekommt.“ Und weil das neue Gemeindehaus ein „Mehr-Generationen-Haus wird, beteiligten sich auch die Kleinen aus dem Kindergarten St. Peter mit einem Ständchen: „Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss zu St. Peter geh’n“. Dem Brauch entsprechend befüllte Pastor Jürgensen, assistiert von Klempnermeister Jens Sievers, eine Zeitkapsel aus Kupfer mit Dokumenten: ein Exemplar des Hamburger Abendblatt, Gemeindebriefe, die Festschrift „50 Jahre St. Peter“, dazu eine Bibel und Kleingeld. Das neue Gemeindehaus entsteht auf der Fläche des abgerissenen Anbaus von 1962. Der Neubau werde eine bauliche Verbindung schaffen zum Gemeindehaus an der Borsteler Chaussee 139, das 1932 fertiggestellt wurde: Im Betsaal dieses Hauses begann die Gemeinde, jetzt wird das Haus modernisiert und soll künftig den Kindergarten beherbergen. Auch das Nachbarhaus bleibe nach dem Verkauf erhalten, hier entstehen nach der Modernisierung sechs neue Wohnungen. Und im Neubau auf dem Eckgrundstück zum Schrödersweg werden 13 Wohnungen geschaffen. „Der Verkaufserlös brachte uns den Grundstock für den Neubau des Gemeindehauses.“ erklärte Pastor Jürgensen und blickt erwartungsvoll auf sein Kässchen in Kirchenform. „Dennoch sind wir noch auf weitere Spenden angewiesen.“ (wh)
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