City Nord: Pyramiden-Abriss schwierig

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Von „postgelb“ zu grünlich-grau: Auch an der Sydneystraße zeigt die Post-Pyramide deutliche Spuren des Verfalls Foto: Haas

Probleme von Asbest bis U-Bahn. Baubeginn für Anfang 2018 geplant

Waltraut Haas
City Nord
Vor rund 40 Jahren gebaut, wurde sie vor über zehn Jahren verkauft, dann dem Verfall preisgegeben. Nun steht der Abbriss der markanten Post-Pyramide an. Der ist aber nicht so einfach und könnte noch richtig teuer werden. Asbest, Sprengung, Abbruch, U5 – es gibt noch viele offene Punkte vor dem Abriss. „Der Rückbau startet voraussichtlich im Februar 2017 zunächst mit Entkernungsarbeiten“, erklärt Andreas Seithe. Der Geschäftsführer der Otto Wulff Projektentwicklung veranschlagt dafür drei Monate. Der dann folgende Abbruch dauere je nach Verfahren etwa ein halbes Jahr. Eine Mammutarbeit: Die Postpyramide hat allein sechs Tiefgeschosse. „Üblicherweise werden solche Gebäude mit Longfront-Baggern abgebrochen, die einen sehr langen Greifarm haben“, so Seithe weiter. Wie genau abgerissen wird, ist noch nicht klar. Eine Sprengung im klassischen Sinn werde es aber nicht geben. Auch mit der Hamburger Hochbahn sei man im Gespräch, die bereits den unterirdischen Verlauf der neuen U-Bahn-Linie 5 nahe der Postpyramide plant. So oder so: Die Abrissarbeiten werden sehr aufwendig. Schon die Entkernung wird aufgrund der hohen Asbest-Bestände im Gebäude dauern.

Mega-Quartier geplant


Und der Neubau? „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir nach Abbruch und Räumung des Grundstücks Anfang 2018 starten können“, so Seithe weiter. Das hänge jedoch ab vom laufenden Bebauungsplanverfahren und der Erteilung erforderlicher Genehmigungen – noch prüft die Behörde. Erste Wohnungen könnten 2020 bezugsfertig sein. Bereits zu Jahresbeginn fanden sich Investoren für ein Projekt anstelle der „Postpyramide“ am Überseering 30: Dabei kooperieren die Hamburger Otto Wulff Bauunternehmung, die Berliner Christmann Gruppe als Gesellschafter sowie Hamburg-Team. Wie berichtet, will das Joint Venture der Baugiganten ein Mega-Quartier auf der 28.000 Quadratmeter messenden Grundfläche bauen. Es bietet Wohnraum auf 48.000 Quadratmeter, ein Drittel davon in öffentlich gefördertem Mietwohnungsbau. Zudem soll auch ein gigantischer Büroturm auf 18.000 Quadratmeter entstehen. (wh)
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