Das Johanneum und der 1. Weltkrieg

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Auf eine deutsche Flagge aus der Zeit des Ersten Weltkrieges haben die Ausstellungsmacher Jasper Iversen (r.) und Jan-Philipp Detje Parolen von damals geschrieben Foto:ch

Gymnasiasten laden zur Ausstellung „Schießt, Kinder, schießt!“

Winterhude „Schießt, Kinder, schießt!“ rief Hauptmann Hans Wegehaupt seinen Soldaten zu, bevor er am 5. Dezember 1914 im Ersten Weltkrieg an der Front in Russland von Kugeln durchbohrt wurde. Hans Wegehaupt war Lehrer am Johanneum und einer der ersten Kriegstoten der Schule, die kurz zuvor ihr neues Domizil an der Maria-Louisen-Straße bezogen hatte. Die letzten Worte von Wegehaupt wählten Schülerinnen und Schüler des altsprachlichen Profils des Johanneums zum Titel für ihre Ausstellung „Das Johanneum im Ersten Weltkrieg“.
In Vitrinen werden in einem Raum der Bibliothek vor allem Schriftstücke und Fotos aus der damaligen Zeit gezeigt, die die Schülerinnen und Schüler in Archiven gefunden oder von Nachfahren der Kriegsteilnehmer erhalten haben. Vier Johanniter, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen, werden im Porträt vorgestellt. Zwei alte Schulbänke vermitteln Unterrichtsflair anno 1914. Anschaulich werden mit einem Teller Suppe und einer Portion Fleisch mit Kartoffeln die schmalen Mahlzeiten vermittelt, die der Bevölkerung damals zugeteilt wurden. An die Wand projizierte Fotos von Turnübungen vermitteln das damalige „Wehrturnen“. Tondokumente können über Tablets aktiviert werden.

Die anschauliche und vielseitige Ausstellung kann noch an folgenden Tagen besichtigt werden: 26.2., 16.3. und 19.3., jeweils von 15 Uhr bis 16.30 Uhr. Es wird um Anmeldung unter 42 88 27 218 oder hauptbibliothek@johanneum-hamburg.de gebeten. (ch)
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