Denk‘ mal, ein Denkmal!

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Unterirdischer Lufschutzbunker an der Tarpenbekstraße

„Unbequeme“ Bauten am Wochenende geöffnet

Eppendorf / Winterhude. Der Tag des offenen Denkmals am Sonnabend, 7. und Sonntag, 8. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Unbequeme Denkmäler?“ Doch was macht ein Denkmal unbequem? Die Umstände seiner Entstehung, die Erfahrungen, die Menschen mit und in ihnen gemacht haben, ein veränderter Zeitgeist, demographischer Wandel oder Kostensteigerungen können Gründe für eine veränderte Bewertung sein. Viele Denkmäler wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gerettet.werden mehr als hundert Denkmäler geöffnet. Es werden Führungen, Vorträge, Feste, Performances, Lesungen, Kinoabende und diverse Kulturprogramme angeboten. Hier eine Auswahl von geöffneten Denkmälern in den Stadtteilen.
Etagenwohnhaus Haynstraße 1: Das prachtvolle Eckgebäude wurde 1910 errichtet und repräsentiert die gehobene Wohnkultur in Eppendorf. Seit 1970 ist die Haynstraße 1 berühmt, weil seine studentischen Bewohner das Haus vor dem Abriss bewahrten, eine Mietergemeinschaft gründeten und erfolgreich für ihre Rechte fochten. Führungen: Sonntag 12, 14 und 16 Uhr.

Unterirdischer Luftschutzbunker:

Zum Gedenken an das 50-jährige Kriegsende entstand in Eppendorf ein ungewöhnliches Projekt: Die Künstler Michael Batz und Gerd Stange öffneten an der Tarpenbekstraße 68 einen überfluteten und vergessenen Luftschutzraum und nannten ihn „Subbühne“. Das Stadtteilarchiv Eppendorf organisiert Besichtigungen und Führungen. Öffnungszeiten: Sonnabend 12 bis 17 Uhr, Führungen: Sonnabend 14 und 16 Uhr.

Vattenfall Hauptverwaltungsgebäude Hamburg:

Das Verwaltungsgebäude der ehem. HEW (heute Vattenfall) wurde 1965/69 nach den Entwürfen Arne Jacobsens und Otto Weitlings errichtet. Der Architekt Jacobsen gilt als Meister des modernen Funktionalismus, dessen Design sich heute noch bei alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Stühlen oder Bestecken wiederfindet. Am Denkmaltag wird durch Foyer, Betriebsrestaurant, Sitzungssäle, verschiedene Bürobereiche geführt. Bei gutem Wetter kann der Ausblick bis zum Hamburger Hafen auf dem Dach des Geländes genossen werden. Überseering 12 (Winterhude), Führungen: So. 10, 13 und 16 h, nur nach Anmeldung bis 2.9. bei Mandy Knöfel, Tel. 040-79022 7210, fuehrungen_vattenfall@weiss-hamburg.com

Kampnagel:

In der 1875 an der Osterbek errichteten Maschinenfabrik wurden Schiffs- und Hafenkräne hergestellt. Die stillgelegte Fabrik in der Jarrestr. 20 ist heute wichtigster Produktionsort für freie Hamburger Gruppen und Spielstätte für zeitgenössische internationale Künste. Frieder Bars, ehem. Technischer Leiter, bietet eine anekdotenreiche Führung: Sonntag, 11 Uhr. (leu)
u Informationen:
www.denkmaltag-hamburg.de
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