Der Modernisierer

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Bezirksamtschef Harald Rösler (hier mit der ehemaligen SPD-Senatorin Jutta Blankau) bei der Eröffnung des neuen Planschbeckens im Stadtpark 2014 Foto:cb/Archiv
 
Zum 50. Dienstjubiläum von Harald Rösler war auch Bürgermeister Olaf Scholz erschienen Foto: Hanke/wb

50 Jahre im Staatsdienst: Bezirksamtschef Harald Rösler feiert Jubiläum

Hamburg-Nord/Winterhude „Ich glaub’ es nicht“, entfuhr es Bürgermeister Olaf Scholz nach eigenem Bekunden, als ihm die Urkunde zum Dienstjubiläum von Harald Rösler, seit 2012 Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, vorgelegt wurde. Was Scholz kaum glauben konnte: es war die Urkunde zum 50. Dienstjubiläum, die er unterschrieb. „50 Jahre Hamburger Staatsdienst – das ist schon was“, betonte Tom Oelrichs, Röslers Stellverteter in Hamburg-Nord, in seiner Ansprache beim Empfang zu eben diesem Jubiläum von Harald Rösler im großen Saal des Bezirksamtes Hamburg-Nord. Das ist vor allem was, wenn sich diese Laufbahn am selben Arbeitsplatz abgespielt hat, im Bezirksamt Hamburg-Nord. Harald Rösler begann hier am 1. April 1966 als Verwaltungspraktikant, absolvierte dann eine Ausbildung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst und begann 1972 im Bezirksamt Hamburg-Nord als Regierungsinspektor. Einen Stadtteil seines Bezirks kannte er schon gut. In Winterhude ist Harald Rösler aufgewachsen – nach Geburt in der Frauenklinik Finkenau. Das hat ihm immer geholfen. „Zu vielen Begebenheiten im Bezirk habe ich Bilder im Kopf“, erzählt der Jubilar. Insbesondere auch zu Fuhlsbüttel und Ohlsdorf, denn Rösler fungierte 1989 bis 1993 als Ortsamtsleiter in Fuhlsbüttel, in einer Zeit als ein Ortsamt noch ein kleines Bezirksamt war. „Wir hatten alle Abteilungen vor Ort“, berichtet Rösler, der zuvor fast in einem achten Hamburger Bezirk gelandet wäre. Der langjährige Bezirks-
amtsleiter Werner Weidemann, der Rösler förderte, wollte ihn mitnehmen in einen in den 1970er Jahren geplanten Bezirk Alstertal. Doch die Pläne zerschlugen sich. Rösler blieb im 1950er Jahre-Bau an der Kümmellstraße, war Beauftragter für Wirtschaftsförderung und ab 1993 Dezernent für Steuerung und Verwaltung sowie stellvertretender Bezirksamtsleiter. Zweimal musste er kommissarisch die Leitung des Bezirks-amtes übernehmen, bevor er nach der Wahl von Bezirksamtsleiter Wolfgang Kopitzsch zum Polizeipräsidenten beschloss: „Jetzt ist es mal Zeit. Ich übernehme selbst.“ Rösler stellte sich zur Wahl und erhielt 49 von 51 Stimmen der Bezirksversammlung.

Verwaltung modernisiert


Fünf Bezirksamtsleiter hat der heute 66-jährige erlebt, fast alle Amtsleiter seit der Gründung des Bezirksamtes Hamburg-Nord nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Erfahrung und sein Wissen um den Bezirk kamen ihm zugute. Die Sporthalle Hamburg baute er zum Veranstaltunsgzentrum aus, er modernisierte die Verwaltung, führte das erste offene, als Dienstleistung am Bürger verstandene Kundenzentrum eines Hamburger Bezirks ein, entschied für den Bau des Technischen Rathauses und den Marie-Jonas-Platz im Zentrum von Eppendorf.
Olaf Scholz stellte in seiner Jubiläumsrede heraus, wie wichtig es für die Verwaltung sei, dass jemand diese Tätigkeiten von der Pike an gelernt habe, „dass jemand weiß, wie es läuft“. Es gelernt zu haben sei wichtiger als ein Universitätsabschluss. „Dafür muss man nicht Akademiker sein wie heute. Da ist uns etwas verloren gegangen“, mahnte der Bürgermeister. Neben Olaf Scholz waren auch andere Bezirksamtsleiter und drei frühere Amtsleiter von Hamburg-Nord zum Jubiläumsempfang von Harald Rösler erschienen. Und Veranstalter-Ikone Karsten Jahnke, mit dem Rösler zusammen die Sporthalle Hamburg aufgewertet hatte. (ch/wb)
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