Der Spieltiger feiert in Hamburg

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Die Gruppenanimation mit Schwungtuch kommt bei Kindern immer besonders gut an Foto: Spieltiger/wb

Verein für mobile Spiele wird 25 Jahre. Am Sonntag steigt die Party im Stadtpark

Hamburg. Wenn die bunten Spielmobile des Vereins „Spieltiger e.V.“ die 16 Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg ansteuern, dann bringen sie die Kinder dort garantiert zum Lachen und sorgen für jede Menge Unterhaltung. Von Bewegungsspielen, Bastelangeboten, gemeinsamem Kochen bis zum Volleyball gibt es ein tolles Angebot für die Kleinen im Alter von vier bis 12 Jahren. Zirka drei Stunden sind die Mitarbeiter jeweils vor Ort.
Am Sonntag, 7. September, hat der Verein „Spieltiger e.V.“ jetzt allen Grund zum Feiern: Er kann stolz auf sein 25-jähriges Bestehen blicken. Von 14 bis 18 Uhr steigt auf der Festwiese im Stadtpark (Richtung See) ein großes Kinderfest mit dem „Spieltiger“. Die Spielmobilklassiker sind alle dabei: Hüpfburg und Rollenrutsche, Kinderschminken und Basteln, Großgruppenanimation mit dem Schwungtuch, Kindertänze und vieles mehr. Alle Kinder sind herzlich zur Jubiläumsfeier eingeladen und der Eintritt ist für alle frei!

Lebensfreude für 500 Kinder pro Woche

Blick zurück: Vor 25 Jahren, am 31. März 1989, wurde der Verein „Spieltiger“ am Institut für Bewegung, Kultur und Spiel an der Uni Hamburg im Bereich Sportwissenschaft gegründet. Die Idee hinter dem Verein war, die Bewegung von Kindern zu fördern. Die erste Spielaktion fand am 2. Juli in Pinneberg statt. Am 15. Mai wurde dann das erste Spielmobil am Hansaplatz eingeweiht. Heute gibt es insgesamt vier knallbunte Spielmobile. Seit 1992 werden schwerpunktmäßig Unterkünfte von Flüchtlingen angesteuert, insgesamt 16 in der Hansestadt. Die Spielmobile sind drei- bis viermal pro Tag im Einsatz, egal bei welchem Wetter. Zirka 40 Kinder werden pro Einsatz betreut. Ein Spielmobil ist ein bunter Lkw vollgeladen mit Spielsachen. Im Mobil kann man auch sitzen und Musik hören, es wird getobt und gequatscht.
„Insgesamt bringen wir zirka 500 Kindern pro Woche ein Stück Lebensfreude. Beim gemeinsamen Spielen und Toben spielen Sprachunterschiede keine Rolle und die Ablenkung bildet ein Stück Normalität und Kindsein dürfen“, so Rainer Piatkowski, der seit dem Jahr 2000 beim Verein ist. „Manche Mitarbeiter sind noch von Anfang an dabei“, so Piatkowski.
Insgesamt zwölf hauptberufliche Mitarbeiter und 30 freie sind für den Hamburger Verein „Spieltiger“ im Einsatz.
Neben Flüchtlingsunterkünften werden auch öffentliche Plätze in sozialen Brennpunkten wie Osdorf und Lurup angesteuert. In den Ferien werden mit den Kindern auch gemeinsame Ausflüge organisiert. 25 Jahre Arbeit für benachteiligte Kinder: „Wir haben viele Kinder beim Älterwerden begleitet. Heute betreuen wir oft die Kinder von den Eltern, die wir einst besucht haben“, erzählt Rainer Piatkowski. Damit diese engagierte Arbeit des Vereins auch in Zukunft Bestand hat, hofft man auf weitere finanzielle Unterstützung durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. (eg)
Weitere Infos: spieltiger.de
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