Der Weg zum Profi

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Fides Münstermann (11, v.l.), Simon Ament und Leif Kendelbacher (beide 12) gehören zu den Nachwuchsforschern am SFZ und besuchen das Gymasium Heidberg
 
Thomas Garl ist Geschäftsführer des SFZ: „Bei uns entsteht ein Stück Zukunft“ Fotos (2): to

„Schülerforschungszentrum“ betreibt Nachwuchsförderung

Von Thomas Oldach

Eppendorf Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) schlägt Alarm: Rund 238.000 Arbeitskräfte fehlen aktuell in Deutschland in den Arbeitsbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT). In Hamburg wird da gegengesteuert, damit Deutschland in Sachen Wissenschaft nicht noch weiter abgehängt wird. In Eppendorf ist das „Schülerforschungszentrum Hamburg“ (SFZ) eröffnet worden, in dem sich junge MINT-Freunde für die Anforderungen von morgen wappnen können.

Forschen – Experimentieren – Erfinden - dies steht am Eingang in der Grindelallee 117. „Wir wollen die Interessen an naturwissenschaftlichen Themen und Fragen stärken und die jungen Talente fördern“, sagte Thomas Garl, Geschäftsführer des SFZ Hamburg im Rahmen der Eröffnungsfeier, die mit Schulsenator Ties Rabe (SPD), Thomas Lambusch, Präsident Nordmetall-Verband der Metall- und Elektroindustrie, Dieter Lenzen, Präsident Universität Hamburg, Henneke Lütgerath, Vorstandsvorsitzender der Joachim Herz Stiftung, und Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung hochkarätig besetzt war.
Schließlich handelt es sich beim SFZ um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hamburg, der Universität und den drei privaten Unterstützern. Sie alle eint ein Ziel: Schülern einen Raum und professionelle Unterstützung für eigene Forschungsprojekte mit naturwissenschaftlichem oder technischem Fokus bieten, Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammenzubringen und zu fördern.

Zunkunft gesichert

Dafür nehmen alle Beteiligten viel Geld in die Hand: Allein 1,8 Millionen Euro hat der Umbau an der Grindelallee gekostet, den die Uni Hamburg auch baulich begleitet hat. Nordmetall, Joachim Herz- und Körber-Stiftung nehmen pro Jahr jeweils eine Million Euro in die Hand, wobei die Unterstützung für zehn Jahre zugesichert ist. Elf Lehrkräfte sind vor Ort im Einsatz, zwei davon „steuert“ die Schulbehörde bei. „Wir wollen der Jugend einfach bessere Vorraussetzungen bieten, um ihren Interessen nachzugehen und später den hohen Anforderungen eines Studiums gerecht zu werden“, sagt Uni-Präsident Lenzen. Aus Sicht von Nordmetall will man den Wissenschaftsstandort Deutschland fördern, „damit wir langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein können“. Die Joachim Herz Stiftung sieht im SFZ eine ideale Ergänzung der Interessierten- und Begabtenförderung. Von einem „Leuchtturm für Hamburg“ – ja sogar einem „Olympiastützpunkt“ für MINT-Begabte – spricht die Körber-Stiftung.

Angebot am Nachmittag

Die Türen sind jetzt für alle Kinder und Jugendlichen ab der 5. Klasse, die Spaß an Naturwissenschaften und Technik haben, geöffnet. „Was im Sport oder in der Musik schon längst üblich ist, bieten wir mit dem ,SFZ‘ ab sofort auch für den MINT-Bereich“, betonte Garl.
Wie unterscheiden sich Apfelsorten in ihrer Zellstruktur und ihrem Säuregehalt? Welche Aussichten gibt es in der Therapie von Fehlsichtigkeit? Wie baut man einen Synthesizer, einen Taschenrechner, einen 3D-Drucker, ein Boot aus Zahnstochern…? Die Nachwuchs-Forscher zeigten zur Eröffnung schon, an welchen Themen sie in den vergangenen Monaten bereits geforscht und gearbeitet haben.

Neue junge Forscher sind im SFZ Hamburg ab sofort willkommen. Nach den Sommerferien gibt es eine besondere Informationswoche und außer den Forschertreffen startet auch ein Kursusangebot am Nachmittag.
u Weitere Infos zu Programm und Öffnungszeiten unterwww.sfz-hamburg.de
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