Deutsch lernen am mhc-Stammtisch

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Koordiniert für den Verein Sprachbrücke rund 50 Gesprächsrunden: Etta Weiner Foto: Haas

„Sprachbrücke“ im Magnus-Hirschfeld-Centrum hilft bei Integration

Winterhude Sich begegnen und miteinander ins Gespräch kommen – auf Deutsch: Immer dienstags trifft sich eine Gruppe im Café des Magnus-Hirschfeld-Centrums (mhc) am Borgweg. Um 18 Uhr ist hier noch wenig Betrieb, das erleichtert die Konversation. „Sprache im Alltag“, so heißt das ehrenamtliche Projekt des Vereins Sprachbrücke Hamburg. Es bringt Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammen, und die reden dann über Alltägliches und tauschen sich aus. „Das ist kein Deutschkursus“, betont Andrey Grygorenko, der das Treffen zusammen mit Holger Riemenschneider ehrenamtlich organisiert und leitet. „Zu uns kommen Migranten und Geflüchtete. Wir nehmen uns Themen vor, die unsere Teilnehmer interessieren.“ Andrés macht ein einjähriges Praktikum in einer Kita, er und Mustafa sprechen schon gut Deutsch, aber Harun tut sich noch schwer. Sechs Monate lang lebte er relativ isoliert in einem Flüchtlingscamp. Keine Chance, so schnacken zu lernen. Jetzt besucht er tagsüber einen Deutschkursus, auch abends will er weiterüben. „Hier lerne ich endlich Leute kennen, es ist eine nette Atmosphäre und ich komme zum Reden“, freut sich der gelernte Schneider. Ein gefragter Beruf, betonen seine Gesprächspartner und überlegen gleich, wie er beruflich Fuß fassen könne. Michael ist gebürtiger Hamburger, er beherrscht auch Platt, ab und zu streut er lütte Döntjes ein.

Kostenfrei und neutral

„Unser Angebot ist kostenfrei, politisch und religiös neutral“, erklärt Etta Weiner von der Sprachbrücke Hamburg, die mit dem mhc seit Ende Oktober kooperiert. Rund 50 regelmäßige Gesprächsrunden tagen überall in der Stadt. Bei kleinen Ausflügen würde das Gelernte erprobt. „Es soll ja auch Spaß machen, das hilft im täglichen Sprachgebrauch.“ Und Sprache baut Brücken: Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die vielzitierte Integration. Ob queer, schwul oder hetero: Die mhc-Gruppe steht allen Zugewanderten und Geflüchteten offen. Sie trifft sich immer dienstags von 18 bis 19 Uhr im mhc-Café im Borgweg 8. Weitere Angebote: Mo, 14-15 Uhr, Bürgerhaus, Lorichstraße 28a; Di, 12-13 Uhr, ABeSa-Begegnungsstätte, Hamburger Straße 171; Di, 17-18 Uhr, Nachbartreff Winterhude, Braamkamp 20; Di, 18-19 Uhr, Nachbarschaftstreff, Rübenkamp 54; Mi, 17-18 Uhr, Zinnschmelze, Maurienstraße 19 (Museum der Arbeit). (wh)


Anmeldung unter Telefon 2847 8998 oder per Mail: kontakt@sprachbruecke-hamburg.de. Weitere Infos: Sprachbrücke Hamburg
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