„Deutschlands bestes Hotel“

Anzeige
Ein Glaspalast der Luxusklasse soll Klaus-Michael Kühnes Hotel an der Alster werdenVisualisierungen: Stoermer & Partner / Thun
 
Im Luxushotel „The Fontenay“ist auch ein Restaurant im Erdgeschoss für die „Laufkundschaft“ - also Alsterspaziergänger - geplant

Milliardär Klaus-Michael Kühne reißt InterConti ab und baut neuen Luxuspalast

Rotherbaum. Mit dem Kauf und der Übernahme des Erbbaurechtes auf dem Grundstück des ehemaligen Hotel InterContinental, Fontenay 10, beabsichtigt Klaus-Michael Kühne über seine Kühne Immobilia GmbH ein neues Grandhotel zu errichten, das den Anspruch hat, „das beste Hotel Deutschlands und eines der besten in Europa“ zu werden. Vorbild sei die mitteleuropäische Luxushotellerie klassischer Schule, jedoch in einem frischen und modernen Design. Auf dem Grundstück an der Hamburger Außenalster soll Luxus neu definiert werden, was sich sowohl im beabsichtigten Raumprogramm als auch in der zu erwartenden Servicequalität widerspiegeln soll. Und: Womöglich findet der von Zwangsräumung und Abriss bedrohte Promi-Italiener „Osteria Due“ (wir berichteten) dank Klaus-Michael Kühne an der Badestraße, angrenzend ans Hotelgelände, ab 2016 eine neue Heimstatt. Wie Kühnes Projektmanager Harro Grimme von der MPP Meding Plan + Projekt GmbH gegenüber dem WochenBlatt bestätigte, gab es schon mehrfach Gespräche mit „Osteria Due“-Besitzerin Alice von Skepsgardh. „Sie hat Lust darauf“, sagt Grimme, gefragt ob für Alice von Skepsgardh ein Lokalwechsel überhaupt in Frage käme. Milliardär Kühne schätze das Essen der „Osteria Due“ sehr, so Grimme, und als er von den Problemen des Lokals hörte, habe er die Idee mit der Vermietung an von Skepsgardh gehabt.

In jedem Falle befände sich das Szenerestaurant dann in bester Gesellschaft: Direkt neben Kühnes 100 Millionen Euro teuren Luxuspalast „The Fontenay“, dessen Planung Kühne Immobilia in der vergangenen Woche vorstellte. Im Frühjahr 2014 soll nämlich das leerstehenede InterContinental abgerissen werden und schon im nächsten Sommer soll an der Fontenay ein neues - laut Klaus-Michael Kühne „Deutschlands bestes“ – Hotel entstehen.
Der gewählte Name weist auf den internationalen Charakter hin und nimmt doch Bezug auf die Historie des Ortes und seiner Geschichte, die bis in das 18. Jahrhundert reichen. Denn benannt ist die Straße - und nun auch der zukünftige Luxuspalast - nach den in Europa und Amerika tätigen Schiffsmakler John Fontenay, gestorben 1835.
In enger Abstimmung mit der Stadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und den Stadtbezirk Eimsbüttel, wurde ein Modell entwickelt, wonach ein neues Gebäude entstehen soll, das mit 18.000 Quadratmeter oberirdischer Geschossfläche leicht kleiner als das bestehende Hotel InterContinental ausfallen wird. Die Geschosshöhe wird nach geltendem Bebauungsplan mit maximal neun Stockwerken eingehalten, wobei die obersten Geschosse nur punktuell ausgebildet sind und deshalb keine Riegelwirkung erzeugen, wie es bei dem bisherigen Hotel InterContinental der Fall war. Die Höhe der Regelgeschosse fällt mit sieben Stockwerken sogar deutlich geringer aus, als es bisher der Fall war.
Zusammen mit der RIMC International Hotel Resort Management and Consulting GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Gert Prantner (25 Jahre lang Hoteldirektor im „Vier Jahreszeiten“), wurde ein detailliertes Anforderungsprofil- und Raumprogramm erstellt, das mit einer exakten Zielgruppen- und Marktanalyse sowie der Philosophie des Hauses als Basis für einen Architektenwettbewerb diente. Hierbei stand die neue Definition des Begriffes „Luxus“ im Vordergrund – gibt es doch keine Standardzimmer, sondern ausschließlich ein All-Suiten-Hotel. Hiervon wird es im Hotel 90 Stück geben, wie auch zwanzig Suiten, die im Flächenangebot deutlich darüber liegen bis hin zu der 200 Quadratmeter großen Präsidentensuite. Daneben werden 20 Residenzen als Wohnungen angeboten; deren Mieter den Hotelservice in Anspruch nehmen können.

Entwurf wird von Bezirksfraktionen befürwortet

Vergangenen Donnerstag fiel unter Teilnahme des Oberbaudirektors Professor Jörn Walter die Entscheidung zugunsten des Architekturbüro Störmer, Murphy and Partners zusammen mit Matteo Thun, die bereits für das Side Hotel in Hamburg verantwortlich zeichneten. Überzeugt habe laut Kühne Immobilia bei dem Entwurf vom Duo Störmer/Thun die konsequente Behandlung des Gebäudes als „strahlender Solitär im Park“, der sich mit weichen, harmonisch geschwungenen Linien in die Außenalsterumgebung einfügt. Der vergrößerte Gebäudeabstand zu den Nachbargrundstücken ermöglicht eine großzügige Parkgestaltung. Bemerkenswert war auch, dass der Entwurf quer durch alle politischen Fraktionen des Bezirks Eimsbüttel großen Anklang fand.
Durch Störmer und Thun werden typische, an der Außenalster vorherrschende Elemente verwendet, wie die großen Glasflächen, aber auch weiße keramischen Fassadenelemente, die in eleganten Bändern eine horizontale Gliederung des Gebäudes bewirken. Höhepunkt ist der geschwungene Dachaufbau, der an oberster Stelle des Gebäudes sowohl das Sternerestaurant als auch abgerückt hiervon den Wellnessbereich betont.
Zwei Atrien geben dem gesamten Inneren die nötige Belichtung, wobei eines davon offen ist und das andere als geschlossenen Innenhof für gestaltende Kunst benutzt werden kann. Einen Rezeptionstresen klassischer Ausprägung sucht man vergebens, da der Gast in gemütlicher Atmosphäre in Sitzgruppen empfangen und in die Geheimnisse des Hauses und den neuen hanseatischen Luxus eingeführt werden soll.

Eröffnung im Sommer 2016

Das Duo Störmer/Thun wird mit der Überarbeitung der Pläne und Erstellung der Entwurfs- und Bauantragsunterlagen beginnen, damit möglichst in wenigen Monaten der Bauantrag eingereicht werden kann. Parallel hierzu soll ab Januar 2014 das bestehende Hotel InterContinental abgerissen werden, damit einem Baubeginn im Sommer nächsten Jahres nichts im Wege steht. Läuft alles reibungslos, ist nach zweijähriger Bauzeit die Hoteleröffnung im Sommer 2016 geplant. (ba)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige