Die besten Schulsanitäter

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Siegerehrungen der beiden Schulsanitäter-Teams: Das Team aus dem Gymnasium Eppendorf ...

Teams aus Eppendorf und Winterhude gewinnen erste Preise

Hamburg Sie sind ehrenamtlich tätig und haben was drauf in Erster Hilfe. Das zeigten sie in der vergangenen Woche beim 9. Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste (SSD) im Bildungszentrum Steilshoop.

Teams aus 26 Hamburger Schulen waren gegeneinander angetreten und wurden getestet, wie sie als Ersthelfer vorgehen. Ausgezeichnet für ihre kompetente und schnelle Erste Hilfe mit jeweils einem ersten Preis wurde das fünfköpfige SSD-Team des Gymnasiums Eppendorf. Bestes Team der Stadtteilschulen wurden die Juniorsanitäter der Stadtteilschule Winterhude. Beide Mannschaften freuen sich über jeweils 300 Euro Preisgeld, das der Ausstattung ihres Sanitätsdienstes zugutekommen soll.
Die Unfälle, die während des Wettbewerbs an zwölf Stationen von Models täuschend echt nachgespielt wurden, haben sich alle an Hamburger Schulen tatsächlich ereignet: Ein Mädchen mit frischer Unterschenkelfraktur kämpft mit Tränen. Ein Junge leidet unter unerträglichen Bauchschmerzen.

Unfall im Chemieraum

Ein anderer hat sich eine stark blutende Schnittverletzung am Hals zugezogen. In der Hand eines Unfallopfers steckt ein Angelhaken. Drei Mädchen sind zunächst fast blind: nach starker Tränengasreizung im Chemieraum.
Die Schulsanitäter bleiben cool, wissen, was zu tun ist. Sie bemühen sich um ihre Opfer, stützen sie, wenn nötig, verschaffen sich einen schnellen Überblick. Ruhig setzen sie einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kümmern sie sich weiter um die Verletzten: legen Notverbände an, sorgen für korrekte Lagerung. Mit ablenkenden Gesprächen verkürzen sie die Wartezeit – bis der Rettungswagen vorfährt. Ein lautes Martinshorn schallt durch die Lautsprecher: Aufatmen, Test beendet.
Rund 24.000 Unfälle ereigneten sich 2014 an Hamburger Schulen. Um die fachmännische Erstversorgung kümmern sich die Schüler in SSD-Teams nach ihrer Ausbildung bei einer der vier großen Hilfsorganisationen. „Schule muss ein sicherer Ort sein. Dazu tragen die Schulsanitätsdienste bei“, sagte Beate Proll vom Landesinstitut für Lehrerbildung (LI) bei der Preisverleihung. Auch Fred Babel von der Unfallkasse (UK) Nord lobte die jungen Sanitätskräfte: „Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Rettungskette. Durch ihre kompetente Erstversorgung wird manche gravierende Unfallfolge gemildert.“ Schulsanitätsdienste gibt es an 60 Hamburger Schulen. Der Wettbewerb wird jährlich vom LI, der Unfallskasse Nord zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Johanniter-Jugend, dem Jugendrotkreuz und der Malteser Jugend ausgerichtet. (wh)
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