Die Gärtnerin von Eppendorf

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Gärtnern, um Passanten eine Freude zu bereiten: Ursula Ismail Foto: Haas

Ursula Ismail betreut die Minigärtchen vor St. Johannis an der Kellinghusenstraße, Ecke Ludolfstraße

Eppendorf Sie hatte nie einen Garten und wenig Gartenerfahrung. Aber ihre Blumen gedeihen hier prächtig. Vor zehn Jahren übernahm Ursula Ismail die Betreuung eines Minigärtchens vor St. Johannis Eppendorf. Die beiden schmucken Blumenbeete an der Kellinghusenstraße/Ecke Ludolfstraße sind ein Blickfang. Was hier blüht und gedeiht, wächst zur Freude aller und zur Zierde der Kirche – auf einer städtischen Fläche. Die Krankenschwester im Ruhestand bekam eigens eine Genehmigung des bezirklichen Fachbereichs Stadtgrün, dort zu gärtnern. „Alles gelang mir allmählich durch learning by doing“, sagt Ismail, die Setzlinge oft auf ihrem Balkon vorzieht und sie dann vor der Blüte auspflanzt. Außer Buxbäumchen sprießen jetzt stahlblaue Kugeldisteln und farbenprächtige Sommerblumen. Die meisten Passanten kennen Ursula Ismail und grüßen sie freundlich, mit einigen Nachbarinnen kommt sie gleich ins Gespräch. Auch zur Kirchengemeinde hat sie einen guten Kontakt. Sind ihre Blümchen durstig, kann sie den Wasseranschluss der Kirche zum Gießen nutzen. Manchmal wird ihre Freude aber getrübt: Immer wieder vermisst die Gärtnerin im Ehrenamt einzelne Blumen. So fehlen in diesem Jahr alle stattlichen Sonnenblumen, auch etliche Zinnien und Gladiolen sind verschwunden. „Manche Leute reißen sie einfach ab und nehmen sie mit nach Hause“, seufzt sie. Was sie zur Freude aller Passanten auf einer öffentlichen Fläche aussät, pflanzt und pflegt, dürfe doch nicht „privatisiert“ werden. Ein Problem, das auch in anderen Bereichen auftritt. (wh)
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