Die „neue“ Carl-Cohn-Schule

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Aus der Grundschule Carl-Cohn-Straße wird die Carl-Cohn-Schule Foto: wb

Die Namensänderung wird am 28. Mai mit einem Benefizkonzert begangen

Winterhude Die Grundschule Carl-Cohn-Straße ändert Ende Mai ihren Namen – wenn auch nur geringfügig: Die Winterhuder Bildungseinrichtung wird künftig nur noch kurz Carl-Cohn-Schule heißen, benannt nach dem jüdischen Finanzsenator, der im Dritten Reich von den Nationalsozialisten verfolgt und enteignet wurde und mit seiner Familie aus Hamburg und Deutschland fliehen musste – und nachdem die Straße auf der einen Seite des Schulgeländes benannt ist. Ursprünglich war vor wenigen Jahren beabsichtigt, den Namen in „Grundschule am Stadtpark“ umzuwandeln. Doch dies scheiterte damals am Widerstand der jüdischen Gemeinde, die darin einen Affront gegen Carl Cohn sah, obwohl die Schule nach der Straße und nicht nach dem früheren Finanzsenator selbst benannt war.
Während einer Projektwoche hatten die jungen Schüler nun kürzlich das Leben und Leiden Carl Cohns unter dem Nazi-Regime recherchiert und sich am Ende entschlossen, die Grundschule nach ihm zu benennen. „Dies soll ein eindeutiges Zeichen gegen Intoleranz und Antisemitismus setzen“, so Schulleiter Frank Beuster. Die Änderung des Schulnamens wird am 28. Mai um 19 Uhr mit einem öffentlichen Benefizkonzert des Alsterdorfer Pianisten Matthias Kirschnereit begangen, zu dem auch die Nachfahren von Carl Cohn aus den USA und Deutschland anreisen werden. Die Einnahmen sind zu Gunsten des Carl-Cohn-Schulvereins. Der international bekannte Pianist Kirschnereit ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, Echo-Preisträger und hat mehr als 25 CDs veröffentlicht. (ho)

Karten (20 Euro) gibt es im Schulbüro, Carl-Cohn-Straße 2 erhältlich, 428 88 07 02
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