Die neuen Bethanien-Höfe in Hamburg

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Kantig und modern: die Bethanien-Höfe Animationen: NPS Tchopan Voss

Zuhause für Wohngruppen kostet etwa 34 Millionen Euro. Restaurant gehört auch dazu

Von Christian Hanke
Hamburg. Bethanien ist nicht gleich Bethanien: Beiderseits der Martinistraße bahnt sich Neues auf den Flächen des früheren Krankenhauses Bethanien und der Schwesternheime an, die in den vergangenen Monaten abgerissen wurden.
Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Projekte. Auf dem Areal des einstigen Krankenhauses in städtischem Besitz soll ein Zentrum für Kultur, Soziales und Wohnen gebaut werden (das Wochenblatt berichtete). Gegenüber auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Gelände der früheren Schwesternheime zwischen Martini-, Breitenfelder und Frickestraße baut die Bethanien Diakonissen-Stiftung, der das Areal gehört, die „Bethanien-Höfe“, Wohnraum für verschiedene Lebensformen auf einer Bruttogeschossfläche von 19.000 Quadratmetern.

123 Pflegeplätze

In dem größten Gebäude an der Martinistraße und im Block-Innenbereich werden auf vier Geschossen 123 Pflegeplätze eingerichtet, die sich auf neun Wohngruppen verteilen. „In jeder Wohngruppe werden 13 bis 15 Menschen mit gemeinsamen Wohnzimmer und Küche leben“, erzählt Diplom-Ökonom Uwe M. Junga, kaufmännischer Vorstand der Bethanien Diakonissen-Stiftung. Hier wird auch ein öffentliches Restaurant mit Gartenterrasse eingerichet. In ein zweites fünfgeschossiges Gebäude an der Ecke Martini- und Frickestraße werden die letzten 33 Diakonissinnen des früheren Bethanien-Krankenhauses und im Erdgeschoss zwei Gemeinden der Evanglisch-methodistischen Kirche Hamburg-Nord einziehen, die hier einen großen Versammlungssaal und Gemeinderäume erhalten. Unter anderem zieht die Gemeinde aus dem Abendrothsweg in die Martinistraße.
Das Diakoniewerk Bethanien wurde von vier Pastoren der Evangelisch-methodistischen Kirche gegründet. Im dritten Haus mit sechs Stockwerken an der Frickestraße wird Betreutes Wohnen mit 68 Zwei- bis Dreizimmerappartements eingerichtet.
Die Fundamente der drei Gebäude, die von Architekten NPS Tchopan Voss entworfen wurden, sind bereits gelegt. Die ersten Stockwerke werden gerade errichtet. Im Mai 2015 soll alles fertig sein. Auf 33 bis 34 Millionen Euro werden die Kosten veranschlagt.
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