Die „Sommervögel“

Anzeige
Schmetterlinge spielten im Leben von Maria Sibylla Merian eine große Rolle Foto: wb
Hamburg: Kulturhaus Eppendorf |

Schmetterlinge und viel Kunst

„Sommervögel“ ist eine inszenierte Lesung, in der Maria Sibylla Merian (Darstellung und Text: Viktoria Meienburg) im historischen Kostüm mit eigenen Worten durch ihr ereignisreiches Leben führt. Gleichzeitig werden farbige Kupferstiche der Künstlerin und Bilder ihrer Zeit an die Wand projiziert (Bühneninstallation: Waltraut Biester). Die Flötistin Angelika Schmidt interpretiert dazu live Komponisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Maria Sibylla Merian (1647-1717) war eine außergewöhnliche Malerin, Geschäftsfrau, Naturforscherin, Mutter und Reisende, die sich von Kindesbeinen an der Naturforschung und der Kunst verschrieben hatte. Die Darstellerinnen zeigen den Lebensweg der Frau, die sich schon früh zur Kunst hingezogen fühlt und die Metamorphose zu ihrem Lebensthema macht. Mit 13 Jahren bekommt sie Seidenraupen geschenkt und erlebt deren Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling.
Besonders die Metamorphose der Schmetterlinge, damals als „Sommervögel“ bezeichnet, hat sie eingehend erforscht und künstlerisch verarbeitet. Im Alter von 52 Jahren brach sie im Jahr 1699 zu einer Expedition nach Surinam (grenzt im Norden an den Atlantischen Ozean, im Osten an Französisch-Guayana, im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana) auf und setzte sich in der damals holländischen Kolonie kritisch mit dem Leben der Sklaven auseinander. (wb)

Freitag, 30. Juni, 20 Uhr, Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, Eintritt:
15 Euro, Kartenreservierung: Telefon 481 54 8, stadtteilarchiv-eppendorf.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige