Diese Radler-Idee greift

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Rad-Reporter Marco Dittmer kann sich die geplanten Haltegriffe im Bezirk gut vorstellen Foto/Montage: ms/cw

Nach Wochenblatt-Bericht: Bezirksversammlung Nord berät über neue Griffe

Von Marco Dittmer
Hamburg-Nord
Fahrradfahrer im Bezirk Nord könnten in Zukunft auch an roten Ampeln getrost auf dem Sattel sitzen bleiben und ohne abzusteigen auf das grüne Signal warten. Für den festen Halt würden spezielle Griffe an den Ampelmasten sorgen. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord stimmt am Donnerstag über einen entsprechenden Antrag ab. Die Verkehrsbehörde soll demnach die Kosten für die Griffe schätzen und die Voraussetzungen für eine Installation an Hamburger Kreuzungen klären. Bernd Kroll, Sprecher für Umwelt der CDU-Fraktion, brachte den Antrag Anfang Oktober im Umweltausschuss ein. „Unser Ziel ist es, dass die Haltegriffe so schnell wie möglich installiert werden“, sagt Bernd Kroll. Die Christdemokraten wollen im Bezirk Nord einen Pilotversuch durchsetzen und nach einem Jahr die Erfahrungen auswerten. Dann könnten die Griffe auch in anderen Bezirken auftauchen. Ursprünglich plante Kroll die Haltegriffe entlang der B5 in Winterhude und Eppendorf einzuführen. Die Bundesstraße eignet sich laut CDU besonders gut, da hier Fahrradwege auf der Straße auch in Zukunft nicht denkbar wären. Die Standorte wurden während der Verhandlungen allerdings im Umweltausschuss gestrichen.

Idee aus dem Wochenblatt


Bernd Krolls Idee der Haltegriffe für Radfahrer geht auf einen Wochenblattartikel von Mitte September zurück. Darin stellt das Wochenblatt die aus Lüneburg stammenden Metallgriffe ausführlich vor. Der ADFC schätzte damals, dass die Griffe in einer einfachen Version bereits ab 35 Euro zu haben sind. Die massivere Variante kostet rund 75 Euro. Lüneburgs Radfahrer können sich seit sieben Jahren auf die Griffe stützen. „Sie werden von allen gelobt“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mägde. Wochenblattleser Bernd von Darl schlägt vor, eine Art Haltegriff-Patenschaft einzuführen. So könnten die Griffe von Unternehmern oder Radfahrern finanziert werden.

Der Rad-Reporter:
Hamburg soll Fahrrad-Stadt werden, kündigt der rot-grüne Senat an. Doch wie geht das überhaupt? Wie funktioniert das Zusammenleben mit Autofahrern und Fußgängern? Der neue Rad-Reporter vom Wochenblatt, Marco Dittmer, testet nicht nur neue Radwege, auf seinem Rennrad berichtet er über alle Themen, die ihm auf seinen Touren durch Hamburg begegnen.
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4 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 15.10.2015 | 07:46  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 15.10.2015 | 22:58  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 29.10.2015 | 11:02  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 29.10.2015 | 15:45  
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