Diskussion um Unterkunft

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Flüchtlinge in den 30 leerstehenden Wohnungen in der Hegestraße 46? Foto: Hanke

Hamburger Linke fordert: Wohnungen in der Hegestraße 46 für Flüchtlinge sanieren

Hoheluft/Eppendorf Flüchtlinge in die leerstehenden Häuser an der Hegestraße 46, das forderte die Partei die Linke bei der letzten Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf/Winterhude – stand damit aber allein auf weiter Flur. Die Linke beantragte, die derzeit rund 30 leerstehenden Wohnungen des Hinterhofenensembles instandsetzen zu lassen, um sie für Flüchtlinge herzurichten. „Gut gemeint, nicht gut gemacht“, entgegnete der SPD-Bezirksfraktionsvorsitzende Thomas Domres. Zu viel Geld würde für zu wenige Flüchtlinge ausgegeben, argumentierte Domres. Ekkehard Wersich, Sprecher der CDU, argwöhnte gegenüber der Linken sogar: „Sie wollen uns hier vorführen und über das Thema Enteignung sprechen. Das ist Show. Sinnvolle Vorschläge sehen anders aus.“ Die Grünen baten die Linken, von dem Vorschlag Abstand zu nehmen, da er wahrscheinlich einen aufwändigen Polizeieinsatz zur Folge hätte. Antragstellerin Karin Haas von den Linken verteidigte den Antrag: „Flüchtlinge leben in unhaltbaren Zuständen in Hallen.“ Da sei jede Wohnung besser. An der Hegestraße 46 könnten 100 Flüchtlinge untergebracht werden. Tom Oelrichs, der stellvertretende Bezirksamtsleiter, verbat sich, von unhaltbaren Zuständen zu sprechen. Er hat außerdem Zweifel, dass sich das Bezirksamt im Sinne der Linken durchsetzen könne. „Es bestehen derzeit eine Leerstandserlaubnis und eine Frist von 36 Monaten für die Neubauphase von Wohnungen in der Hegestraße 46“, klärte Oelrichs auf. Auch stellte der Vizebezirksamtschef „große Flächen“ in Eppendorf für Flüchtlinge in Aussicht. Man wird ihn daran messen. (ch)
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Michael Deiwick aus Eppendorf | 06.10.2015 | 18:17  
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