Doppelte Ehrung für Hamburger Helmuth Barth

Anzeige
Zweimal geehrt: Helmuth Barth, 25 JahreVorsitzender der Freunde der Denkmalpflege, erhielt 2016 den Deutschen Preis für Denkmalschutz „Silberne Halbkugel“ (links) und vom Senat die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes Foto: Hanke

Der 79-Jährige wird für sein jahrelanges Engagement vom Komitee für Denkmalschutz und vom Senat gewürdigt

Von Christian Hanke
Rotherbaum
Helmuth Barth (79) aus der Alsterchaussee, der 25 Jahre lang den Vorsitz des Hamburger Vereins Freunde der Denkmalpflege inne hatte, ist als einer von fünf Preisträgern mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz „Silberne Halbkugel“ ausgezeichnet worden – „für sein bürgerschaftliches Engagement als unermüdlicher Gestalter, Netzwerker, Mahner, Ermunterer und Visionär“, wie es das Deutsche Nationalkomittee für Denkmalschutz, das den Preis verleiht, ausdrückte. Die „Silberne Halbkugel“ ist der höchste Preis, der in Deutschland für Leistungen im Denkmalschutz verliehen wird. Und an Leistungen von Helmuth Barth für den Schutz von Gebäuden und Stadtvierteln in Hamburg hat es nicht gefehlt. Seiner Initiative ist unter anderem die Rettung der Maximilian-Kolbe-Kirche in Wilhelmsburg und die Sanierung der Bronzefiguren am Mönckebrunnen sowie der Erhalt vieler kleinerer historischer Objekte wie alten Grenzsteinen zu verdanken. Barth, der im Frühjahr sein Amt als Erster Vorsitzender der Freunde der Denkmalpflege niederlegte, wurde bereits am Tag des Offenen Denkmals am 9. September für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit vom Senat die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes verliehen. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird seit 1977 alljährlich in verschiedenen Städten an Personen und Personengruppen verliehen, die sich ehrenamtlich dem Schutz der Pflege und der dauerhaften Erhaltung des baukulturellen und archäologischen Erbes widmen. In diesem Jahr gab es eine starke „Konkurrenz“ – wurden doch insgesamt 62 Bewerbungen eingereicht. Helmuth Barth äußerte in seiner Dankesrede den Wunsch, dass nicht nur neues Bauen, sondern auch ein „Bauen im Bestand“ an Hochschulen gelehrt werde. Es gebe aber immer noch zu wenige Architekten, „die nach dieser Devise im Lande tätig sind“, so Barth, denn, so der Preisträger weiter: „Nur wer das Vergangene verinnerlicht, kann für die Zukunft bauen.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige