Drei Hamburger Schulen ziehen um

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In das neugestaltete Gebäude der Wolfgang-Borchert-Schule sollen in zwei Jahren die Schüler der Marie-Beschütz-Schule ziehen Animation: me di um Architekten
 
In den nächsten Jahren ziehen in Eppendorf einige Schulen um Karte: Frick

Mit der Sanierung an der Erikastraße beginnt ein großes Stühlerücken

Von Christian Hanke
Hamburg. Das große „Schulerücken“ in Eppendorf wird konkret. Schulbau Hamburg und „me di um Architekten Roloff-Ruffing und Partner“ stellten kürzlich die Pläne zum Umbau und teilweise Neubau der früheren Wolfgang-Borchert-Schule an der Erikastraße 41 vor.
In zwei Jahren wird die Marie-Beschütz-Schule in das umgebaute Gebäude einziehen. Deren derzeitiges Gebäude an der Schottmüllerstraße wiederum erhält die Stadtteilschule Eppendorf. Im Sommer 2017 sollen deren Klassen 10 bis 13 dorthin umziehen.

1.000 Quadratmeter mehr

Im November wird mit dem Abriss des Zwischengebäudes der alten Wolfgang-Borchert-Schule begonnen, das die beiden Altbauten, einst Volksschulen für Mädchen und für „Knaben“, verbindet. Es wird durch einen an die Stockwerke der Altbauten angepassten Neubau ersetzt. So entstehen neue Räume im Alt- und Neubau. „Wir erhalten rund 1.000 Quadratmeter mehr“, freut sich Karin Möller, Leiterin der Marie-Beschütz-Schule. Die vierzügig betriebene Grundschule mit derzeit sogar fünfzügigen vierten Klassen stößt im Schulgebäude an der Schottmüllerstraße schon seit einigen Jahren an ihre räumlichen Grenzen. „Wir haben schon auf jeden kleinen Raum zurückgegriffen, um ihn zu nutzen.
In Ermangelung einer Kantine muss in der Aula gegessen werden. In der neuen Marie-Beschütz-Schule, der Name wandert mit in die Erikastraße, wird es neben einer Aula auch eine Pausenhalle und eine Kantine geben.

Umzug: Sommer 2016

Die Schule hat den Neubau in enger Zusammenarbeit mit den Architekten geplant. Mit 411 Schülerinnen und Schülern wird voraussichtlich im Sommer 2016 umgezogen. Der Neubau und die Sanierung der Altbauten der ehemaligen Wolfgang-Borchert-Schule starten im März 2015. Schon ab Januar wird das Außengelände umgestaltet. Es wird eine notwendige Sielerweiterung vorgenommen. Besorgten Anwohnern, die die Infoveranstaltung von Schulbau Hamburg und der Architekten in der Marie-Beschütz-Schule besuchten, wurde versichert, dass sich Lärm- und Schmutzbelästigungen in Grenzen halten werden. Im April 2015 folgt der Abriss der Sporthalle der Wolfgang-Borchert-Schule, die ab Juli 2015 durch eine neue Dreifeldhalle ersetzt wird. Im März 2016 wird mit der Fertigstellung der Außenanlagen gerechnet. Bis zum Sommer müssen Neubau und Sanierung abgeschlossen sein. Im November wird auf einer weiteren Infoveranstaltung über die bevorstehenden Bauarbeiten berichtet. Der Umzug der Marie-Beschütz-Schule hat positive Folgen für die Stadtteilschule Eppendorf, deren zehnte bis 13. Klassen 2017 in das Gebäude der Grundschule an der Schottmüllerstraße umziehen werden. Auch die Stadtteilschule mit Grundschule hat arge Raumprobleme, muss jedes Jahr neue Container im großen Schulhof stapeln, um neue Schüler unterrichten zu können. Die Stadtteilschule baut derzeit eine Oberstufe auf. „Nachdem die Marie-Beschütz-Schule ausgezogen ist, muss das Gebäude Schottmüllerstraße an unsere Bedürfnisse angepasst werden. Vielleicht kann eine Klasse schon 2016 einziehen“, so Peter Heine, der Leiter der Stadtteilschule Eppendorf.

Schule Knauerstraße in den Handelsschul-Bau?

Und auch die dritte Eppendorfer Grundschule hofft auf Erweiterung. Die Schule Knauerstraße könnte in einigen Jahren das Gebäude oder Teile des Gebäudes der benachbarten Handelsschule Kellinghusenstraße nutzen, die aus Eppendorf wegziehen wird. Das große „Schulerücken“ wirft seine Schatten voraus. (ch)
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