Ein Fahrstuhl mit Hindernissen

Anzeige
So wie Heike Wandke (l.) und Heidemarie Lange stehen viele Menschen am Marie-Jonas-Platz vor dem Fahrstuhl vor verschlossener Tür Foto: wb

Von der Kümmellstraße zum Marie-Jonas-Platz geht‘s nur mit Parkticket. Auch Politiker empört

Eppendorf Empörung über den Betreiber des Fahrstuhls am Marie-Jonas-Platz im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude: Auch nach Protesten aus der Öffentlichkeit, der Kommunalpolitik und der Bezirksverwaltung ist die Firma Apcoa, die die Tiefgarage unter dem Marie-Jonas-Platz und den dazugehörigen Fahrstuhl betreibt, nicht bereit, den Zugang am Marie-Jonas-Platz wieder für alle Menschen zugänglich zu machen. Die Fraktionen und das Bezirksamt wollen nun die rechtliche Situation prüfen, um gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte gegen Apcoa einzuleiten
Der Zugang auf der Platzebene kann seit knapp einem Jahr nur von den Nutzern der Tiefgarage zu geöffnet werden. Wer von der Platzebene zur Kümmellstraße fahren möchte, wie Behinderte, ältere Menschen und Mütter mit Kinderwagen, die die Stufen von der Kümmellstraße zum Marie-Jonas-Platz nicht bewältigen können, kann den Fahrstuhl nicht mehr benutzen. Apcoa begründet die Schließung des Zugangs auf der Platzebene für die Allgemeinheit mit Vandalismusvorfällen in der Tiefgarage (das Wochenblatt berichtete). „Jeder, der will, kann in die Tiefgarage hineingehen“, verwundert sich Heidemarie Lange, die auf den verschlossenen Fahrstuhlzugang aufmerksam gemacht hatte. „Das ist grober Unfug. Menschen, die Vandalismus begehen, kommen ja vom Zugang Kümmellstraße und auch zu Fuß in die Tiefgarage. Wir lassen das nicht auf sich beruhen“, empörte sich Michael Schilf von den Grünen im Regionalausschuss. Auch Tom Oelrichs, der stellvertretende Bezirksamtsleiter, findet das Vorgehen des Fahrstuhlbetreibers „nicht schlüssig“. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige