Ein Hoch auf den Michel

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Hauptpastor Alexander Röder, Hauptkirche St. Michaelis

Hamburgs Wahrzeichen feiert 250. Geburtstag

Hamburg. Hamburgs Wahrzeichen hat Geburtstag. 250 Jahre nennen die Hanseaten die Kirche St. Michaelis vertraulich „Michel“. Und wie es sich für ein Wahrzeichen gehört, gibt es zum Geburtstag eine Festwoche mit vielen Events und Gratulanten.


Sonntag, 21. Oktober
Um 10 Uhr die Evangelische Messe, in der Bischöfin Kirsten Fehrs predigen wird. Für den musikalischen Rahmen sorgen Chor, Solisten und Orchester St. Michaelis unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener. Im Anschluss finden in der Krypta ein Empfang und eine Ausstellungseröffnung mit alten Luftaufnahmen der Neustadt und des Michel aus der Sammlung des Photographen Jürgen Joost statt.

Montag, 22. Oktober
Um 19 Uhr hält Prof. Dr. Ruth Albrecht einen Festvortrag über die Geschichte der Hauptkirche St. Michaelis. Martin Rosenkranz wird bildhaft fünf Stationen im Leben des Michel darstellen. Der Eintritt ist frei.

Sonnabend, 27. Oktober
Um 18 Uhr findet im Rahmen der Bachwochen ein festliches Konzert von Chor und Orchester St. Michaelis unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener statt. Karten von 8 bis 42 Euro gibt es in der Konzertkasse Gerdes,
Tel.: 45 33 26 sowie an der Turmkasse im Michel.

Sonntag, 28. Oktober
Um 10 Uhr führt die Kantorei St. Michaelis unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Manuel Gera in der Evangelischen Messe Motetten von Georg Philipp Telemann auf. Hauptpastor Alexander Röder wird predigen.

Mittwoch, 31. Oktober
Mit einem Orgelkonzert von Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener geht die Festwoche am Reformationstag um 20 Uhr mit Werken von Max Reger zu Ende. Karten zu 15 Euro gibt es in der Konzertkasse Gerdes (s.o.) sowie an der Turmkasse im Michel.


Dankbarkeit und Respekt


„Hauptpastor am Michel zu sein ist für mich ein Geschenk und Herausforderung zugleich. Die barocke Kirche, die schönen Gottesdienste und die großartige Musik sind immer wieder Kraftquelle und Inspiration für meine Arbeit. Der Michel ist vor allem Kirchengemeinde, aber eben auch ein mittelständisches Unternehmen mit vielen Mitarbeitern, in dem wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden müssen. Dieses Vierteljahrtausend-Jubiläum zu erleben, erfüllt mich mit Dankbarkeit und Respekt für die architektonische Meisterleistung dieses Baus und im Blick auf die Geschichte den Glaubensmut und die Liebe, die die Menschen in der Neustadt und in ganz Hamburg in diesen Jahren und bis heute für ihren Michel haben.“
Hauptpastor Alexander Röder, Hauptkirche St. Michaelis


Geschichte


um 1600
Erste Michaeliskapelle auf dem Friedhof außerhalb der Stadtmauern. 1606 wird die Kapelle zu einer kleinen Michaeliskirche ausgebaut.
1647–1661
Im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges beginnen die Baumeister Corbinus und Marquard mit dem Bau der ersten großen Michaeliskirche, 200 m westlich der kleinen Kirche.
1685
Die Kirche wird neben den vier Hauptkirchen die fünfte Hauptkirche in Hamburg.
1750
Die erste große Michaeliskirche brennt durch einen Blitzschlag ab.
1750–1762
Die Baumeister Prey und Sonnin erbauen die zweite große Michaeliskirche im Stil des Barock.
1906
Lötarbeiten im Turm lösen einen verheerenden Brand aus. Die Kirche wird total vernichtet.
1906–1912
Bau der dritten großen Michaeliskirche. Zugrunde liegen die alten Pläne, die nun jedoch innerhalb der verbleibenden Mauern in Stahl und Beton ausgeführt werden.
1943–1945
Die Bombenangriffe auf Hamburg ziehen auch St. Michaelis stark in Mitleidenschaft.
1952
Wiedereinweihung der Kirche. Nur noch der Taufstein und der Gotteskasten sind von 1763.
1983–2009
Grundlegende Erneuerung des Turmes, Sanierung der Krypta, der Außenfassade und des Kirchenraumes.
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