Ein neuer Bünabe für Winterhude

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Christian Wischke (47) ist neuer Bünabe in Winterhude Foto: Hoyer
Christian Wischke ist halb Polizist, halb Sozialarbeiter

Von Thomas Hoyer
Winterhude
Am Polizeikommissariat 33 hat ein neuer bürgernaher Beamter (Bünabe) seinen Dienst aufgenommen. Christian Wischke betreut seit Kurzem das Gebiet zwischen Außenalster, Dorotheenstraße und Maria-Louisen-Straße. Der Polizeikommissar hat sich in seinem neuen Job bereits bestens eingelebt. „Meine Tätigkeit wird außerordentlich positiv gesehen“, fasst er seine ersten Eindrücke zusammen. „Ich werde gerne und viel angesprochen, bemühe mich zu helfen, wo zu helfen ist. Die Leute erzählen sogar von ihren privaten Sorgen, weshalb ich mich als halber Sozialarbeiter sehe.“ Aber Christian Wischke muss sich auch mit den Problemen auf der Straße beschäftigen, wie zum Beispiel der schwierigen Parksituation im Stadtteil. „Manchmal sollte man da wirklich ein Auge zu drücken“,
sagt der 47-Jährige.

20 Jahre Streifenwagen

Christian Wischke, der in Poppenbüttel aufwuchs, machte zunächst eine Lehre als Gas- und Wasserinstallateur, konnte sich nach Ende der Ausbildung aber nicht recht vorstellen, noch mehr als 40 Jahre in diesem Beruf zu arbeiten, weshalb er dem Ratschlag eines Freundes folgte und zur Polizei ging. Dort war er anfangs als verdeckter Ermittler tätig. Es folgten rund 20 Jahre auf dem Streifenwagen für das Polizeikommissariat 38 in Rahlstedt, ehe er an das PK 33 im Wiesendamm wechselte und dort am 1. November nach einer Hospitation offiziell seinen Dienst als bürgernaher Beamter antrat.

Bankräuber festgenommen

Einen beruflichen Höhepunkt erlebte Christian Wischke als Bereitschaftspolizist Anfang der 1990er-Jahre, als es ihm gelang einen Bankräuber festzunehmen. „Wir waren damals mit unserem Streifenwagen ganz in der Nähe des Tatorts, als ein Angestellter aus einer Bank lief und von dem Überfall berichtete. Ich habe den Täter dann zu Fuß verfolgt, eingeholt und zu Boden gebracht“, erinnert sich Wischke und fügt hinzu: „Das hatten allerdings auch Mitarbeiter eines Friseursalons mitbekommen, die mich bepöbelten und wissen wollten, was ich mit dem armen Mann mache.“ Etwas besonders Kurioses erlebte der Ordnungshüter, als er beim Regeln des Verkehrs fast angefahren worden wäre. Die Rechtfertigung des daraufhin zur Rede gestellten Übeltäters war kaum zu verstehen. „Der etwas ältere Kurierfahrer holte seine Zahnprothese heraus und legte sie auf den Beifahrersitz“, erinnert sich der Polizeikommissar schmunzelnd.

Begeisterter Sportler

Christian Wischke ist ein begeisterter Sportler. Als Kind spielte er gerne Fußball, später verschrieb er sich dem Kanurennsport, wo er im Kanadier startete. Lange faszinierte ihn auch das Fallschirmspringen, das er aber aus Rücksicht auf seine Familie nicht betreibt. Mittlerweile ist der Bramfelder zu seinen Wurzeln zurückgegehrt und jagt wieder dem runden Leder nach.
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