Ein neuer Laden voller Kreativität

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„Kreativität Abrüsten“ heißt die erste Ausstellung, die in dem Raum für Künstler und Kreative an der Grindelallee 117 zu sehen ist. Künstler setzen sich hier kritisch mit der Nutzung des Begriffs Kreativität auseinander

Hamburg Kreativgesellschaft mietet Geschäftsräume im Grindelviertel und ermöglicht dort Kunstaktionen

Grindel. Bisher einzigartig in Hamburg: Die städtische Kreativgesellschaft mietet Künstlern einen ehemaligen Laden für Ausstellungen und Aktionen im Grindelviertel.
„Kreativität Abrüsten 21.04.13 - 09.05.13“ steht seit Kurzem provokant am Schaufenster eines Geschäfts in der Grindelallee 117. Wer hineingeht sieht Projektionen, Videos, Dias. Fünf Künstler stellen ihre Werke vor, die sich kritisch mit der „ach so tollen Kreativität von heute“ beschäftigen. Die Ausstellung wurde von einer etwa zwölf Mitglieder starken Gruppe initiiert, die Künstler ermuntert, zu einem gemeinsam beschlossenen Thema Ausstellungen in unterschiedlichen anderen Räumen zu erarbeiten. „Galerie BRD“ nennen sich die Veranstalter.
Erster Raum dieser Art
Der Raum ist ihnen von der städtischen Hamburg Kreativgesellschaft zur Verfügung gestellt worden, die versucht, Künstler durch Workshops, Vernetzungen und Vermittlung von Förderungen zu unterstützen. Es ist der erste Raum dieser Art in Hamburg.
Bis zum Sommer 2014 hat die Hamburg Kreativgesellschaft die Ladenfläche an der Grindelallee von der städtischen Sprinkenhof AG angemietet, um sie Künstlern zur Verfügung zu stellen. „Wir wissen, dass Räume dieser Art stark nachgefragt sind“, erzählt Patrick Sánchez del Solar von der Kreativgesellschaft. Für dieses Jahr sind die 200 Quadratmeter, die auch einen Keller beinhalten, schon ausgebucht. Vor allem Fotografen und bildende Künstler werden die Nutzer sein. Aber auch die Designerinnen Cindy Steffens und Mira Hische werden den Raum nutzen.
Pop-Up-Store
Ab 17. Mai verwandeln sie die 200 Quadratmeter in einen so genannten Pop-up-Store, um zehn bis fünfzehn Jungdesignerinnen und -designern eine Plattform für ihre Entwürfe zu bieten. „Hinter den Entwürfen muss ein einzigartiger Designergedanke stehen, aber die Mode muss tragbar sein“, erläutert Mira Hische das Konzept.
Die beiden Designerinnen haben aber noch mehr vor. Sie kontaktierten schon ihre Nachbarn im Grindelviertel und den Verein Grindel e.V.. Mira Hische verspricht: „Wir wollen Pep ins Viertel bringen!“
Künstlerinnen und Künstler, die den Raum an der Grindelallee 117 im nächsten Jahr nutzen wollen, wenden sich unter Tel.: 879 79 86-10 an die Hamburg Kreativgesellschaft. (ch)
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