Ein Paradies an der Bebelallee

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Wie lege ich einen Bauerngarten an? Was ist eigentlich eine Kräuterspirale oder ein Insektenhotel? Das können kleine und große Besucher im NABU-Garten erfahren Foto: Busse

Naturgarten öffnet am 3. August seine Pforten

Von Christina Busse
Hamburg. Tag der offenen Gartenpforte im Naturgarten vom Naturschutzbund (Nabu) an der Bebelallee: Am Sonntag, 3. August, lädt der Nabu von 11 bis 17 Uhr in seinen naturnah gestalteten Schrebergarten ein. Auf rund 1.000 Quadratmetern hat die Nabu-Stadtteilgruppe Bramfeld/Ohlsdorf/Barmbek hier in 25 Jahren ehrenamtlicher Arbeit ein erstaunlich abwechslungsreiches Naturparadies geschaffen – mit Streuobstweise, Kräuterspirale, Sumpfbeet und Teich, Feldsteintrockenmauer, Bauerngarten und Schattenbeet, Insektenhotel und Bienenkästen und vielem mehr. Naturfreunde können sich hier vielfältige Anregungen dafür holen, wie sich Garten oder auch Balkon als ökologisch wertvoller Lebensraum gestalten lassen.
Der kommende Sonntag steht unter dem Motto „Leise Jäger der Nacht – Fledermäuse“. Es gibt jede Menge Tipps, wie man den geflügelten Säugern den Garten schmackhaft machen kann. „Man kann zum Beispiel Pflanzen setzen, die mit ihren Blüten nachtaktive Insekten anziehen. Diese bieten wiederum den Fledermäusen einen reich gedeckten Tisch“, erläutert Michael Kasch, der die Gartengruppe leitet. Da die passenden Pflanzen, wie etwa die Knotige Braunwurz, das Seifenkraut oder die Nachtkerze, eher nicht im Blühsortiment des nächsten Baumarktes zu finden sind, sorgt der Nabu-Garten für ein eigenes Angebot: Ein Pflanzenmarkt bietet vor Ort Wildkräuter für unterschiedliche Standorte. Dazu gibt es neben Fledermauskästen auch umfangreiche Beratung. „Viele Mitglieder haben sich Spezialwissen angeeignet, wir sind breitgefächert aufgestellt“, betont Kasch, dessen „Fachgebiet“ die Schmetterlinge sind. „Ich finde es faszinierend, wie sie sich vom Ei über die Raupe und Puppe bis zum Falter entwickeln und durch die Gegend gaukeln“, beschreibt es der 66-Jährige, der seit seiner Kindheit der Natur auf der Spur ist. „Das Raakmoor war mein Spielplatz und hat mich geprägt“, erzählt Kasch, der sich schon während seiner Tätigkeit als Betriebswirt beim Nabu engagiert hat. Weitere Aktive sind willkommen. „Wer mithelfen will: Immer gerne“, wirbt Kasch. Der Naturgarten liegt im Kleingartenverein „Birkenhain“, Parzelle 185, direkt an der Bebelallee, Ecke Deelböge. Am kommenden Sonntag gibt der NABU außerdem kostenlos und solange der Vorrat reicht 45 Liter-Säcke mit torffreier Gartenerde ab.

Tel.: 20 97 12 93, michael.kasch@t-online.de
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