Ein Raum für alle

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Mit einer Geste der Gemeinsamkeit eröffneten sie den Raum der Stille (v.l.n.r): Kaplan Dr. Pavlo Vorotnjak, Pastor Jens-Uwe Jürgensen, Pastorin Ingrid Schumacher, Rabbiner Kai Eckstein sowie Burhanettin Dag und Imam Shahriar Iranmanesh Foto: IK/wb

Miteinander der Weltreligionen im Israelitischen Krankenhaus

Alsterdorf Mit einem interreligiösen Festakt haben kürzlich Vertreter der Weltreligionen den Raum der Stille am Israelitischen Krankenhaus (IK) eröffnet. Pastor Jens-Uwe Jürgensen und Pastorin Ingrid Schumacher von der Krankenhaus- und Hospiz-Seelsorge der evangelischen Kirche, Rabbiner Kai Eckstein als jüdischer Vertreter, Imam Shahriar Iranmanesh vom Islamischen Zentrum Hamburg und Kaplan Dr. Pavlo Vorotnjak von der katholischen Gemeinde St. Antonius übergaben gemeinsam den Raum seiner Bestimmung. „Unser Haus stand schon immer für ein friedliches Miteinander der Religionen. Hier leben und arbeiten Menschen verschiedener Glaubensrichtungen miteinander – ganz in der Tradition unseres Stifters Salomon Heine.“ erklärte Marcus Jahn, kaufmännischer Direktor des IK.
„Wir haben uns in Heines Sinn bewusst für einen gemeinsamen Ort entschieden.“ Der Raum der Stille ist ganztägig für Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Israelitischen Krankenhauses geöffnet und soll Menschen aller Religionen und Weltanschauungen dienen. Eine Gute-Wünsche-Wand bietet Platz für Genesungswünsche, Worte des Dankes und der Hoffnung. Ob der Raum nicht auf Kritik stoßen könnte? „Gerade haben Patienten uns zum besten Krankenhaus mit mehr als 100 Betten in Hamburg gewählt“ antwortet Jahn. Dabei habe die Frage nach der Religion von behandelnden Ärzten oder Pflegekräften keine Rolle gespielt. „Die Menschen kommen hierher um gesund zu werden. Nur das zählt.“ (wh)
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