Ein riskanter Pfeil

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Der Grünpfeil an der Johnsallee / Rothenbaumchaussee soll abgebaut werden

Abbau an der Johnsallee beschlossen

Rotherbaum Wie groß ist die Gefahr für Fußgänger und Radfahrer an der Ecke Rothenbaumchaussee / Johnsallee durch Rechtsabbieger aus der Johnsallee in Richtung Dammtor? Die Grünen wollen fast tägliche Beinahe-Unfälle beobachtet haben, weil die nach rechts in die Rothenbaumchaussee abbiegenden Fahrzeuge durch den Grünpfeil an der Ampel ermuntert werden, flott abzubiegen und dabei die vielen Fußgänger und Radfahrer übersehen, die die Johnsallee kreuzen. Die Grünen beantragten daher im Kerngebietsauschuss Eimsbüttel, den Grünpfeil an dieser Kreuzung zu entfernen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von Grünen und SPD angenommen.
Derzeit gibt in Hamburg 191 grüne Pfeile an 140 Kreuzungen. 171 sind bereits seit Einführung des Grünpfeils 2002 wieder abgebaut worden.
Wegen der Nähe des Universitätsgeländes ist das Aufkommen an Fußgängern und Radlern hier sehr hoch. Außerdem ist der Gehweg der Rothenbaumchaussee auf der Nordseite schmal und durch Bäume verdeckt. Sogar Überholmanöver von Rechtsabbiegern von der linken Spur der Johnsallee an rechts stehenden Fahrzeugen vorbei, die geradeaus fahren oder links abbiegen wollten, wurden schon beobachtet. Immer wieder verführen die grünen Pfeile, die aus dem Verkehrssystem der DDR übernommen wurden, zu gefährlichen Abbiegevorgängen. Viele Autofahrer halten nicht vor der roten Ampel – das gibt Punkte in Flensburg und kostet Bußgeld. „Die Anzahl der grünen Pfeile an Ampeln ist auch deshalb zurückgegangen“, erläutert Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde, der die Zahl der Grünpfeile weiter sinken sieht. (ch)
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