Ein runder Geburtstag

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Das Schmuckstück von Groß Borstel, das Stavenhagenhaus, feiert sein 50jähriges Bestehen als Kulturzentrum. Foto: Hanke

Stavenhagenhaus feiert 50 Jahre in Groß Borstel

Groß Borstel. Ein ganz besonderes Kultur- und Stadtteilzentrum wird 50! Das Stavenhagenhaus in der Frustbergstraße wurde am 12. Oktober 1962 in dieser Funktion eröffnet - vom damaligen Innensenator Helmut Schmidt. Das runde Jubiläum wird am nächsten Wochenende, vom 12. bis 14. Oktober, in dem ehemaligen Herrenhaus mit Fotos, Führungen, Musik und Kabarett gefeiert. Am Freitag, 12. Oktober, dem eigentlichen Jubiläumstag, sprechen bei einem Empfang für geladene Gäste Finanzsenator Peter Tschentscher, die Vorsitzenden der Hauptnutzer des Hauses, Wolf Wieters (Kommunalverein von 1889 in Groß Borstel) und Burkhard Holzapfel (Freunde des Stavenhagenhauses) und als Festredner, der Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Harald Rösler. Am Abend ab 20 Uhr spielt die multinationale Band „Buena Leche“ ein breit gefächertes Programm.
Auf einen „Bunten Nachmittag“ dürfen sich die Gäste am Sonnabend freuen. Von 12 bis 18 Uhr läuft ein Kinderprogramm mit Hüpfburg, Schminken, Essen und Trinken. Nutzer des Stavenhagenhauses und Groß Borsteler Gruppen stellen sich an Infoständen vor. Eine große Fotoausstellung informiert über die Geschichte des Stavenhagenhauses: „300 Jahre Herrenhaus - 50 Jahre Kulturzentrum“. Um 12.30, 14.00, 15.30 und 17.00 Uhr finden hirstorische Führungen durch das Stavenhagenhaus statt. Der Tag klingt um 20 Uhr mit einem Kabarettabend des Theaters IKs aus. Am Sonntag treffen sich alle Interessierten um 11 Uhr beim Klönschnack mit Brunch.
Das Stavenhagenhaus wurde 1703 von einer wohlhabenden Hamburger Familie erbaut. Es ist Hamburgs ältestes erhaltenes Mansardendachhaus. Bis 1929 diente es verschiedenen Hamburger Familien als Herrenhaus. Dann erwarb es die Stadt, die es 1937 in die Denkmalschutzliste aufnahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren elf Familien einquartiert. Das Haus verfiel und sollte abgerissen werden. Doch der Kommunalverein in Groß Borstel setzte sich vehement für den Erhalt des Herrenhauses ein und konnte schließlich erreichen, dass die Stadt es zum Kulturzentrum umbauen ließ. Namenspatron ist der niederdeutsche Dichter Fritz Stavenhagen (1876 - 1906), der viele Jahre in Groß Borstel lebte. Der Kommunalverein und die Freunde des Stavenhagenhauses veranstalten regelmäßig Lesungen, Vorträge, Konzerte und Kabarettabende. Heute werden die Räume im ersten Stock vom Bezirksamt Hamburg-Nord als Schulungszentrum genutzt. Und das ist noch nicht alles. Im Stavenhagenhaus kann auch geheiratet werden. (ch)
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