Eine Traum-Besetzung

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Heide Keller spielt noch bis 9. September mit Joachim Busse in der Komödie „In jeder Beziehung“.Foto: Thomas Grünholz

Heide Keller noch bis zum 9. September an der Komödie Winterhude

Winterhude. Noch bis zum 9. September spielt Heide Keller in der „komödie winterhuder fährhaus“ die Leah in der Komödie „In jeder Beziehung“. Die Schauspielerin, einem größeren Publikum bestens als „Traumschiff“-Chefstewardess Beatrice bekannt, sprang kurzfristig für die verletzte Claudia Rieschel ein, musste innerhalb von zwei Tagen viel Text lernen. Dem WochenBlatt gab Heide Keller ein Interview.

Wochenblatt: Mit wie viel Stress war ihr kurzfristiges Einspringen für die Kollegin Claudia Rieschel verbunden?
Heide Keller: Das macht zunächst natürlich Angst, ist viel Arbeit. Auch wenn ich diese Rolle ja im selben Ensemble bereits in Berlin gespielt hatte. Aber ein Stück verändert sich ja. Ab der zweiten Vorstellung hat es dann angefangen Spaß zu machen. Jetzt genieße ich es.

WB: Sie sind vor allem als Chefstewardess Beatrice aus der Fernsehserie „Das Traumschiff“ bekannt. Mögen Sie die Rolle nach 31 Jahren immer noch spielen?
Heide Keller: Ja, unbedingt. Das ist ein so großes Glück, ein Privileg, das machen zu dürfen. Wenn Sie einmal so eine Reise mitgemacht hätten, könnten Sie es nachempfinden.

WB: Haben Sie mittlerweile die ganze Welt gesehen?
Heide Keller: Ich bin mit dem Traumschiff zwei- oder dreimal um die ganze Welt gefahren. Ich bin fast überall gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar.

WB: Die Crew bekam immer mal wieder neue Mitglieder. Haben sich immer alle untereinander gut verstanden auf dem Schiff?
Heide Keller: Wir haben einen so wunderbaren Chef, den Wolfgang Rademann. Der riecht Probleme, bevor sie überhaupt auftauchen. Das Traumschiff ist wirklich ein Traumschiff.

WB: Wie viel Zeit im Jahr verbringen Sie auf dem Traumschiff?
Heide Keller: Meistens vier Monate, immer von Januar bis April.

WB: Wie sind Sie zu der Rolle auf dem Traumschiff gekommen?
Heide Keller: Wolfgang Rademann hatte mich auf der Bühne gesehen und mich gefragt, ob ich die Rolle übernehmen wollte.

WB: Warum sind Sie Schauspielerin geworden?
Heide Keller: Weil ich das in der Schule am besten konnte. Bei Theateraufführungen war ich immer die beste. Da habe ich mir gesagt: das mache ich weiter.

WB: Hatten Sie Unterstützung aus dem Elternhaus?
Heide Keller: Nein, überhaupt nicht. Ich habe mir alles selbst hart erarbeitet.

WB: Sie spielen vor allem Komödien. Sie mögen dieses Genre?
Heide Keller: Ich liebe Komödien. Es macht großes Vergnügen, sie zu spielen. Ich habe es nicht unbedingt gewollt, nur Komödien zu spielen. Es hat sich so ergeben. Aber es liegt auch ein großer Reiz darin, etwas Neues auszuprobieren. Es würde mir zum Beispiel großen Spaß machen, mal eine alte Schlampe zu spielen.

WB: Haben Sie schon oft in Hamburg gespielt?
Heide Keller: Nein. Ich war auf Tournee hier, habe ´mal an einem Theater am Eppendorfer Baum gespielt und schon einmal in der komödie winterhuder fährhaus. Aber ich finde Hamburg jetzt so schön, dass ich überlege hierher zu ziehen. Am liebsten würde ich am Leinpfad wohnen. Das ist ein Traum, aber viel zu teuer.

WB: Wo wohnen Sie jetzt? Und wie entspannen Sie sich?
Heide Keller: Ich habe eine Wohnung mit Garten in Bonn. Ich bin gern dort, um auszuspannen. Dann arbeite ich viel im Garten. Aber ich erhole mich auch auf Reisen im europäischen Ausland.

WB: Wo wird die nächste Traumschiff-Folge gedreht?
Heide Keller: Das weiß ich noch nicht. Das Schiff befindet sich dann im arabischen Raum.

WB: Frau Keller, vielen Dank für dieses Gespräch. (ch)
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