Einsatz für andere hält fit

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Verfasste eigene Werke zum Altern und rezipiert auch andere Autoren: Gudrun Halbrock Foto: Haas

Gudrun Halbrock aus Eppendorf feiert 90. Geburtstag und bleibt weiterhin aktiv

Eppendorf Hamburgs älteste Psychotherapeutin, Stifterin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande hatte Grund zum Feiern. Am vergangenen Sonnabend beging Gudrun Halbrock ihren 90. Geburtstag in einer Wilhelmsburger Kita. „Richtig dankbar bin ich, dass es mir so gut geht und dass ich weiter tätig sein kann“, freut sich die Eppendorfer Jubilarin. Noch immer engagiert sie sich mit Leib und Seele, berät Eltern, beschäftigt sich mit Kindern, packt mit ihnen Probleme an und entwickelt Lösungen. Weil die ehemalige Gewerbelehrerin von ihrer Pension gut leben kann, fließen sämtliche Einkünfte in die Gudrun Halbrock-Stiftung, die Eltern-Kind-Initiativen unterstützt – allen voran die Step-Elterntrainings im Hamburger Raum. „Soziales Lernen muss in Kitas und Schulen gefördert werden, ebenso der Erwerb von Erziehungskompetenz für Eltern“, fordert die agile Seniorin auch von der Politik. Ihre Erfahrungen gibt die Oberstudienrätin im Ruhestand bei Vorträgen gerne weiter: „Das Alter planen und sinnvoll gestalten.“ Sie selbst war über 50, als sie Psychologie studierte. Zur Psychotherapeutin ließ sie sich nach ihrer Pensionierung ausbilden. Allerdings brauche sie jetzt längere Ruhepausen. „So kann ich mich besser auf meine Aufgaben konzentrieren“, räumt Gudrun Halbrock ein. Deshalb reduziere sie die Termine in ihrer Praxis. „Damit ich den Eltern und Kindern, die mich aufsuchen, gerecht werden kann.“ Mehr Achtsamkeit zollt sie ihrer körperlichen und mentalen Fitness. Unverzichtbar sei der „ärztliche Frühjahrscheck“, neben Frühgymnastik und ausgewogener Ernährung. Um gleich wieder zurückzukommen auf „ihr“ Thema: „Sich für andere einsetzen: Auch das hält fit“, weiß die Jubilarin aus jahrzehntelanger Erfahrung. Packend dargestellt hat sie diese Erkenntnis in ihrem Buch „Seniorenaufbruch – Glück für Jung und Alt“. Darin wirbt sie für einen Bewusstseinswandel ihrer Altersgenossen. In Clubs von „Bildungsförderern“ sieht Gudrun Halbrock viele wichtige Aufgaben: „zum Wohle von Jung und Alt“.
Lächelnd deutet sie auf das Werk von Bestseller-Autor Michael Nehls „Alzheimer ist heilbar“. Dem entnimmt sie eine Bestätigung ihrer Sicht: Das Engagement für Kinder fördere Senioren, es wirke gegen Demenz. Auch die Ernährungstipps aus dem Buch hat sie eingehend studiert. Ihre Bilanz: „Es sind gute Tipps. Auf eines werde ich aber nicht verzichten: Ich lasse mir doch nicht die Butter vom Brot nehmen.“ (wh)

Weitere Infos: www.gudrunhalbrock.de
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