Eispaddeln auf der Hamburger Alster

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Zügig paddelt Sascha Renninger von Heynitz aufs die Eiskante, auf dem Eis kommt er vorwärts mit den Händen: das polartaugliche Kajak „Yukon Expedition“ macht’s möglich Foto: Haas

Achtung, bitte nicht nachmachen – Abenteurer trainiert für Expeditionen in kältere Gefilde

Alsterdorf Auch bei sonnigem Frostwetter zieht es ihn auf die Alster. Zügig paddelt er vom offenen Wasser in Richtung Eiskante. Wenn die Paddel auf dem Eis nicht mehr greifen, bewegt er sein Boot wie einen Schlitten mit den Händen vorwärts, eigens dafür trägt er benoppte Gummihandschuhe. „Mein Kajak ist polartauglich und für Eistrips bestens ausgerüstet“, erklärt Sascha Renninger von Heynitz, 41, besorgten Spaziergängern. „Yukon Expedition“ heißt das oft bewunderte Boot, mit dem er sich allerdings nicht nur aus Spaß an der Freud auch bei Frost aufs Wasser begibt. „Mit Eis klarzukommen ist für mich auch ein wichtiges Training.“ Denn demnächst plant der Hobby-Wassersportler eine Urlaubsreise „mit Expeditionscharakter“ zu finnischen Seen und norwegischen Fjorden. Seine Lust aufs Paddeln entdeckte der gebürtige Niedersachse vor Jahren beim Tauchen in den Unterwasserhöhlen der Ardeche in Frankreich, denn die waren nur per Kajak zu erreichen. „Aus historischem Interesse“ erkundete Renninger von Heynitz auch schon alte Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkriegs: tauchend in norwegischen Fjorden.„Das Leben ist eben zu kurz, um die Freizeit nur auf der Couch zu verbringen“, erklärt er das Motiv für seinen waghalsigen Freizeitsport. Ganz weit vorn liegt für ihn die Alster von der Wasserseite aus. „Sie bietet fantastische Blicke auf die Stadt und aufs Grüne“,
schwärmt er. Ob sich so eine neue Trendsportart begründen lässt? „Eher nicht“, meint der Wassersportler, der seit 15 Jahren in Hamburg lebt. Denn sein Training sei nur mit entsprechender Ausbildung, einer aufwändigen Ausrüstung und größter Achtsamkeit zu bewältigen. Dabei deutet er auf seine Schwimmweste. „Falls ich kentern sollte, hätte ich bei den aktuellen Wassertemperaturen nur sehr wenig Zeit bis Unterkühlung droht.“ (wh)
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