Engagierte Bürger

Anzeige
Günter Weibchen (73) engagiert sich seit 25 Jahren im Bürgerverein Eppendorf, dessen Zweiter Vorsitzender er ist.Foto: Lutz Jaffé

Seit 1875 besteht der Eppendorfer Bürgerverein

Eppendorf. „Seine“ Eppendorfer kennt Günter Weibchen in- und auswendig. „Ich mag die einfach“, sagt er. Ein sympathisches Völkchen, wie er findet, und irgendwie anders als die übrigen Hamburger. Der Mann muss es wissen: Er ist zweiter Vorsitzender des Eppendorfer Bürgervereins von 1875.

Der Sheriff
Und: „Ich kenne jeden Baum und jeden Pflasterstein“, beteuert er. Schließlich hat Günter Weibchen 18 Jahre lang als „Bünabe“, als bürgernaher Beamter, im Stadtteil gearbeitet. Täglich zog er seine Runden und hielt Kontakt mit Anwohnern und Geschäftsleuten. Noch heute wird der inzwischen 73-Jährige ab und zu mit einem frechen „Hallo Sheriff, wie geht’s?“ begrüßt.
Als Polizist hat er nahezu seine ganze Laufbahn in Eppendorf verbracht, angefangen von der ehemaligen Polizeistation Martinistraße bis zur Wache an der Troplowitzstraße. Große Sorgen oder gar soziale Verwerfungen gab es in Eppendorf nicht.
„Aber die fehlenden Parkplätze“, sagt Günter Weibchen, „die waren und sind ein berühmtes Problem.“
Er selbst wohnt mit seiner Frau in Langenhorn, doch verbunden fühlt er sich Eppendorf nach wie vor – weswegen ihm die Arbeit im Bürgerverein auch nach 25 Jahren wichtig ist.

Friedenseiche
400 Mitglieder zählt die rührige Organisation. An Weihnachten etwa bekommen bedürftige Einwohner im Stadtteil Päckchen zugeschickt. Auch im Straßenbild wird das Engagement sichtbar: Als die Friedenseiche am Eppendorfer Markt kränkelte und schließlich einging, haben die Vereinsmitglieder 5000 Euro für eine neue zusammengelegt. Und an der Eppendorfer Landstraße ließ man Mutter und Kind in Bronze aufstellen, mit dem Zitat des berühmten Eppendorfers Wolfgang Borchert gegen den Krieg: „Sagt Nein! Mütter, sagt Nein!“ In neuerer Zeit setzte sich der Verein für Blumenkübel und Bänke auf dem Marie-Jonas-Platz ein. „Da unterstützen wir, so viel wir können“, sagt Weibchen. „Das besondere Flair und die Schönheit der Straßenzüge und Grünflächen sollen erhalten bleiben.“ Stets besucht auch ein Vertreter die Bezirksamtssitzungen, um den Verein über die Entwicklungen im Stadtteil auf dem Laufenden zu halten. (reg)
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
6
Käptn Obvious aus Eppendorf | 29.05.2013 | 16:42  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige