Entscheidung am Sonntag

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Hamburg wählt am kommenden Sonntag die Bürgerschaft Symbolfoto: thinkstock

Der Wahlkampf geht in die Schlussphase. Die 1.275 Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bürgerschaftswahl 2015, Teil 6

Von Rainer Glitz
Hamburg
Für die Wahlkämpfer der Parteien hat der Endspurt vor der Bürgerschaftswahl begonnen. An den Infoständen werden noch einmal Flyer und Kugelschreiber mit Parteilogo verteilt, Bundesprominenz soll noch einmal Wähler mobilisieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel war gerade für die CDU und ihren Spitzen-Kandidaten Dietrich Wersich im Einsatz. Bürgermeister Olaf Scholz bekommt Unterstützung vom SPD-Vorsitzenden Siegmar Gabriel, die Linke vom Fraktionschef Gregor Gysi. Für die Grünen war Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter in Hamburg unterwegs, die FDP wirbt mit ihrem Bundesvorsitzenden Christian Lindner um Stimmen. Am Sonntag ist dann der Tag der Wahrheit, die insgesamt 1.275 Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

27.000 Erstwähler


1.301.000 Personen sind in Hamburg insgesamt bei der Bürgerschaftswahl wahlberechtigt, darunter 27.000 Erstwähler im Alter von 16 und 17 Jahren. 398 Wähler sind 100 Jahre oder älter. Zur Wahl stehen insgesamt 887 Kandidaten. Für die Stimmzettel wurden 130 Tonnen Papier bedruckt, mehr als 50.000 Kugelschreiber wurden bestellt, mit denen in den Wahlkabinen die jeweils 10 Kreuze gemacht werden können. 14.300 ehrenamtliche Wahlhelfer sind im Einsatz. Am Wahlabend werden nur die Stimmen auf den gelben Zetteln mit den Landeslisten ausgezählt. Damit steht fest, welche Parteien in die Bürgerschaft einziehen und wie viele Sitze sie voraussichtlich bekommen. Am Montag werden erneut die gelben und die roten Zettel mit den Wahlkreiskandidaten ausgezählt. Danach steht fest, welche Kandidaten es geschafft haben. Am frühen Montagabend wird Landeswahlleiter Willi Beiß dann das vorläufige Ergebnis bekannt geben.

Briefwahl rechtzeitig


Einen wichtigen Tipp hat Beiß noch für alle Briefwähler: „Bitte werfen Sie den roten Wahlbrief mit den ausgefüllten Stimmzetteln bis spätestens Mittwochabend (11. Februar) in den Briefkasten der Post. Danach bitte direkt beim Bezirksamt abgeben oder in den Briefkasten am Bezirksamt einwerfen. Dann kommt er rechtzeitig an!“ Einen Personalausweis braucht man übrigens nicht ins Wahllokal mitnehmen, die Wahlbenachrichtigung reicht. Wer die verlegt hat, kann dennoch wählen. Voraussetzung ist, dass man im Wählerverzeichnis steht und den Ausweis dabei hat. Selbständig wählen können übrigens auch Menschen, die schlecht oder gar nicht sehen können. Eine Stimmzettelschablone gibt es beim Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverein.

Lesen Sie hier Teil 1 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Du bist entscheidend!“

Lesen Sie hier Teil 2 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Alle setzen auf die Radler“

Lesen Sie hier Teil 3 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Wie Parteien Schule machen wollen“

Lesen Sie hier Teil 4 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Bildung und Soziales“

Lesen Sie hier Teil 5 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Ideen für Hamburg“
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