Entwarnung fürs Tarpenbekufer

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Biologin Katharina Schmidt, untersuchte den Uferbereich der Tarpenbek, wo 68 Bäume gefällt wurden Foto: Hanke

Nabu-Expertin stellt fest: Derzeit wachsen keine giftigen Stauden auf der gerodeten Fläche

Alsterdorf/Eppendorf Wachsen auf der Fläche an der Tarpenbek, auf der im vergangenen Jahr 68 Bäume wegen eines geplanten Sandfangs gefällt wurden, giftige Pflanzen? Anwohner befürchteten es und wandten sich an die Wochenblatt-Redaktion. Doch der Nabu (Naturschutzbund Deutschland) gibt Entwarnung. Das drüsige Springkraut, das sich auf der Lichtung rasant ausgebreitet hat, ist ungefährlich. Die Pflanze mit den violetten Blüten, die sich aufgrund vieler katapultartig hinausgeschleuderter Samen schnell vermehrt und so anderen Pflanzen oft den Raum zum Wachsen nimmt, wird sogar in geringer Dosierung für harntreibenden Tee verwendet.
Auch den Riesen-Bärenklau, die Verbrennungen auslösende Herkulesstaude, meinen Anwohner auf der gerodeten Fläche an der Tarpnebek entdeckt zu haben. Katharina Schmidt, die Referentin für StadtKultur beim Nabu, die die Fläche auf Initiative des Wochenblatts inspiziert hat, sichtete ihn nicht. Nur die kleinere Abart, den nur leicht giftigen Wiesen-Bärenklau, hat sie ausgemacht. Das Berühren des Wiesen-Bärenklaus kann in der Sonne zu Rötungen und Schwellungen führen. Beim Riesen-Bärenklau, der bis zu fünf Meter hoch wird, kann das zu Verbrennungen zweiten Grades führen. Bis Anfang Juni wuchsen aber tatsächlich rund 20 Riesen-Bärenklaus auf dem Gelände. Die Stadtgrün-Mitabeiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord haben sie aber ausgegraben. „Die Fläche ist als Bärenklau-Fläche eingetragen und wird überwacht“, erläuterte Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes. Es wächst auch Engelwurz, „was manchmal mit Bärenklau verwechselt wird“, so Katja Glahn. (ch)

Wer trotzdem Riesen-Bärenklau entdeckt, kann sich unter MR@hamburg-nord.hamburg.de oder 42828-0 an das Bezirksamt wenden
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