Eppendorf soll hürdenlos werden

Wann? 01.04.2017

Wo? Martinistraße 49, Martinistraße 49, 20251 Hamburg DE
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Wer soll hier als Benutzer eines Rollators oder Rollstuhls hochkommen? Der Eingang zum Holthusen-Bad ist ein Beispiel Foto: wb
Hamburg: Martinistraße 49 |

Verein „Martini-erLeben“ lädt am 1. April zur Diskussion über mehr Barrierefreiheit

Von Thomas Oldach
Eppendorf
Wir sind jung, wir sind fit, wir sind mobil. Barrieren in unserer Bewegungsfreiheit kennen wir nicht. Wir denken gar nicht daran, wie es sein kann, wenn wir plötzlich durch eine Erkrankung, einen Unfall massiv eingeschränkt sind. Nicht mehr dort hinkommen, wo wir gestern noch waren. Diese Freiheit der Bewegung zu erhalten, hat sich Verein „Martini-erLeben“ auf die Fahnen geschrieben. Und zwar für alle Generationen. Seit 2009 setzt sich der Verein dafür ein, dass Quartier rund um das ehemalige Krankenhaus Bethanien an der Martinistraße attraktiver zu gestalten. „Schmale oder zugeparkte Fußwege, Verkehrsampeln, die nicht fußgängergerecht geschaltet sind, wenig Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Stufen, insbesondere Treppen an Hauseingängen und andere ‚Barrieren’ im Alltag stören uns. Wir möchten für Abhilfe sorgen. Gleichzeitig wünschen wir uns eine attraktivere Gestaltung von Außenflächen oder Wegen, Orte, die zur Begegnung und zur Kontaktaufnahme einladen“, sagt Elisabeth Kammer, eine der Macherinnen des Vereins.

ldeenwerkstatt am 1. April

Obgleich: Nach Ansicht der Hamburger Finanzbehörde ist der Verein nämlich nicht gemeinnützig im Sinne des Finanzgesetzes. Er sei zu „breit aufgestellt“ – kümmert sich also um zu viele unterschiedliche Projekte. Und deshalb wurde ein entsprechender Antrag bereits zum zweiten Mal von der Behörde abgelehnt. „Wir machen offensichtlich zu viel für den Stadtteil. Das ist schwer verständlich“, sagt Kammer. Trotzdem habe man schon viel erreicht. Etwa wurden Parkbänke versetzt, ein Briefkasten „tiefer gelegt“ und Stolperfallen auf Fußwegen beseitigt, indem unebene Gehwegplatten neu verlegt wurden. Ebenso wurde Kopfsteinpflaster in elf Grundstückseinfahrten durch einen fußgängerfreundlichen Gehwegbelag ersetzt.

9. Ideen- und Planungswerkstatt

Am Sonnabend, 1. April, startet der Verein in eine neue Offensive. Von 10 bis 13 Uhr steigt die 9. Ideen- und Planungswerkstatt zum dem Thema Barrierefreiheit. Eingeladen sind Sina Imhof (Bezirksabgeordnete der Grünen und Vorsitzende im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude), Johannes Köhn (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen), Ingrid Körner (Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen) und Heike Wandke (Rollstuhlfahrende Bewohnerin aus Eppendorf und ehrenamtliche Mitarbeiterin von „Martini-erLeben“.

Wer mitreden will und Vorschläge hat, um Eppendorf barrierefreier zu machen, ist am 1. April herzlich eingeladen in die Räume der evangelisch-methodistischen Kirche Bethanien, Martinistraße 49. Weitere Infos per Mail unter www.martinierleben.deoder Telefon 46779325
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