Eppendorfer fordern: Die Mauer muss weg!

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In der Frickestraße haben schon Rollstühle und Fußgänger Schwierigkeiten, sich zu begegnen Foto: Hanke
Hamburg: Frickestraße |

Ausschuss spricht über Lösungen für engen Gehweg in der Frickestraße

Eppendorf Auch die Polizei sieht es ein: Der Gehweg in der Frickestraße vor den Altenstiften zwischen Schede- und Martinistraße, insbesondere im Abschnitt nahe Martinistraße, ist zu eng. „Begegnungsverkehr unter Fußgängern ist kaum möglich. Da muss man etwas machen“, konstatierte Axel Kleeberg, im Polizeikommissariat 23 (PK 23) an der Troplowitzstraße für Verkehr zuständig, kürzlich im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude. Der besagte Gehweg ist nur 1,50 Meter breit. Der Verein MartiniErleben macht seit Jahren darauf aufmerksam, dass hier Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen nicht aneinander vorbeikommen – in einem überwiegend nur von älteren Menschen bewohnten Straßenabschnitt.

Mauer ist das Problem

Doch die Polizei findet keine Lösung. Die Fahrbahn ist zu schmal, um halbachsiges Parken anzuordnen, das Martini Erleben vorgeschlagen hatte. Weil auf der anderen Straßenseite, vor dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), senkrecht zur Fahrbahn geparkt wird, haben die Fahrstreifen zusammen nur eine Breite von 5,50 Meter. Zu schmal, um auf einer Seite noch abgestellte Autos zu verkraften, die halb auf der Fahrbahn stehen. Zumal die Polizei eine „hohe Parkwechselfrequenz“ und täglich rund 400 fahrende Autos in diesem Abschnitt der Frickestraße gezählt hat. „Das gefährdet die Verkehrssicherheit“, so Axel Kleeberg, der in dem besonders schmalen Gehwegstück kurz vor der Martinistraße nur eine Lösung sieht: „Die Mauer muss weg!“ Hier schränkt die Mauer des Grundstücks des früheren Krankenhauses Bethanien den Fußgängerverkehr besonders stark ein.

Teilstück wird fallen

Immerhin: ein Stück Mauer wird fallen – für eine neue Einfahrt auf das einstige Krankenhausgelände, auf dem derzeit ein Mehrgenerationenwohnprojekt verwirklicht wird. „Der ganze Bereich muss überplant werden“, sieht Kleeberg nur eine Möglichkeit. Das wird dauern. Die Grünen sehen nur in der Aufgabe der Senkrecht-Parkplätze auf der UKE-Seite der Frickestraße eine Lösung – in Kombination mit der Anordnung, dass UKE-Mitarbeiter nur auf dem Gelände des Klinikums parken dürfen. Denn, so Karin Haas von den Linken, an Feiertagen und während der Semesterferien seien viele dieser Parkplätze frei. Wolfgang Hinsch von MartiniErleben schlug vor, das halbachsige Parken mit der Aufgabe einiger Parkplätze zu kombinieren, um Ausweichmöglichkeiten für den Autoverkehr zu schaffen. Insgesamt reagierten die Ausschussmitglieder und MartiniErleben unbefriedigt auf die Ausführungen der Polizei. Anträge zur Aufgabe der Senkrecht-Parkplätze in der Frickestraße werden nun formuliert. Wolfgang Hinsch: „Es muss eingegriffen werden.“ (ch)
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