Eppendorfer Mediziner ausgezeichnet

Anzeige
Die drei Preisträgerinnen und -träger des diesjährigen Dr. Martini Preises: Xuejon Cha, Catherine Meyer-Schwesinger und Johannes Hartl (2.-4.v.l.), mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (l.), Stifterin Eva-Maria Greve und der Vorsitzende des Kuratoriums der Dr.-Martini-Stiftung, Professor Ansgar W. Lohse (r.) Foto: Hanke

Wisschenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Stifterin Eva-Maria Greve bei der Preisverleihung

Eppendorf Zwei Medizinerinnen und ein Mediziner, die am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) arbeiten, erhielten jetzt den in diesem Jahr mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Dr. Martini Preis. Deutschlands ältesten, 1880 erstmalig vergebenen Medizinpreis, benannt nach dem herausragenden Chirurgen Dr. Erich Martini (1843-1880). Den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis gewann Dr. Johannes Hartl für eine Arbeit über die verbesserte Behandlung von Patienten, die an der seltenen Autoimmunen Hepatitis leiden, die durch fehlgerichtete Abwehrreaktionen des Körpers entsteht. Diese Patienten können gut mit Medikamenten behandelt werden. Dr. Hartl entwickelte eine Methode, mit der herausgefunden werden kann, ob die Patienten Chancen haben, auch ohne Medikamente mit dieser chronischen Krankheit gut zu leben. Mit zweiten Plätzen (jeweils 2.500 Euro) wurden Dr. Xuejun Chai und Privatdozentin Dr. Catherine Meyer-Schwesinger ausgezeichnet. Dr. Chai könnte mit der Erforschung der Art und Weise, wie das Eiweiß Reelin die Migration von Nervenzellen steuert, Wege zur Therapie von Schizophrenie, Epilepsie und Autismus ermöglicht haben. Dr. Meyer-Schwesinger hat einen sogenannten „molekularen Schalter“ gefunden, der den Verlust von Podozyten-Zellen (umgangssprachlich: Nierenkörperchen) in der Niere ausgleichen kann. Neue thearpeutische Konzepte für Nierenkranke könnten daraus folgen. Der Dr. Martini Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal durch die Hamburgische Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve dotiert. Er wurde in Anwesenheit von Eva-Maria Greve, der Tochter des Stifter-Ehepaars, und der Wissenschaftssenatorin und zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank übergeben, die sich als Senatorin für die Gleichstellung ganz besonders über die zwei Preisträgerinnen freute. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige