Erste Flüchtlinsfamilien ziehen ein

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Die Zimmer in der Unterkunft sind schlicht eingerichtet Foto: Hanke

Zimmer der Unterkunft Sophienterrasse besonders groß gehalten

Harvestehude Welcome, Bienvenue und Willkommensgrüße in vielen anderen Sprache stehen auf den Plakaten, die Schulkinder gemalt haben, um die ersten Flüchtlinge in der Unterkunft Sophienterrasse heute am Mittwoch, 27. Januar, zu empfangen. Die lange umstrittene Unterkunft wird eröffnet. Die ersten 87 Flüchtlinge ziehen ein. Die übrigen 103 folgen in der nächsten Woche, denn zwei Etagen sind noch nicht ganz fertig. 80 Prozent der Neuankömmlinge sind zum Teil großen Familien. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und anderen Ländern. Die Unterkunft besteht aus 23 abgeschlossenen Wohnbereichen mit bis zu sechs Zimmern und 180 Quadratmetern. Die Räume sind schlicht mit bis zu vier Betten sowie Tisch und vier Stühlen und einem Kleiderschrank eingerichtet. Zu jeder Wohnung gehört eine Küche sowie sanitäre Anlagen. Im Erdgeschoss befinden sich zusätzliche Gemeinschaftsräume und die Verwaltung.
Die Leiterin Caroline Smolny, die zuvor in der Erstaufaufnahme Sportallee tätig war, wird die Flüchtlinge willkommen heißen und dann in Ruhe lassen. „Das ist wichtig. Sie müssen nach Krieg und Flucht zur Ruhe kommen, mal durchatmen können“, weiß die mit Flüchtlingen erfahrene Leiterin. Die Neuankömmlinge bekommen aber auch eine Mappe mit Karte der Umgebung und wichtigen Adressen. Auch die Flüchtlingshilfe Harvestehude möchte die Zuwanderer nach der Begrüßung mit einer Willkommenstüte, in der sich Datteln, Feigen, Tee, ein Duschgel und ein Spiel für Kinder befinden, und dem Refugee Guide in verschiedenen Sprache zunächst einmal in Ruhe lassen. Hilfsangeboten sind aber ausgearbeitet. Die Flüchtlinge können jedoch jederzeit eine behutsame, aber gründliche Betreuung in Anspruch nehmen, wenn sie wollen – betont etwa Hendrijike Blandow-Schlegel von der Initiative. (ch)
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